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2002 Brenta

Giro Brenta Difficile                                        Stand: 12.02.2011-16.05

  • Start / Ziel: Dimaro (Italien)
  • Daten: 4 Tage / 180 KM / 5694 Hm / 33h Sattelzeit
  • Sonstiges: Diese Tour stammt ursprĂŒnglich aus dem Internet. Wurde von uns nur gering geĂ€ndert. Stets steile Tagesabschnitte, Oft nur Sackgassen, da sieht man meist keine Biker! Es waren viele MTB-Abschnitte dabei. Wo sind sie nur diese Zeitschriftenfreaks mit ihren sĂŒndhaftteuren Bikes? Hier wĂ€ren sie richtig aufgehoben. Wir haben keinen einzigen davon gesehen.
  • Landkarten: Kompass 73 Wander- Rad- und Skitourenkarte Gruppo di Brenta
  • 7 Teilnehmer (Bike): Bernhard (Checker Pig) , Dietmar (Cats), Jutta (Cube),  Manfred (Cube), Martin (Corratec), Werner (Hopp), Wilfried (TREK). Dietmar steigt mit neuem Bike in unser Team. Manfred spielte so eine Art Edelhelferrolle fĂŒr Jutta. Stets mit seiner A-Klasse fĂŒr den RĂŒcktransport bereit. Thomas wegen Wasserschaden diesmal nicht dabei.
  • Zeit: Von 28. August 2002 bis 01. September 2002
  • Übernachtung: Hotel Garni Rosatti in Dimaro, Rifugio Ghedina, Rifugio Caccitore, Rifugio Lago Tovel
  • PĂ€sse: PASSO BREGN de l` ORS 1836m
  • Bericht: Rad-Touren-Bericht: Download hier.
  • Zum Online-Tourenbericht geht es hier...
  • Bilder: siehe unten

  • Dimaro

    Wegesrand

    Anstoßen

    Rifugio

    Talblick

    Die Wand

    Schatten

    Einsamkeit

    Apfelplantagen

    Sammelpause

    Parkplatz

    Cascade

    Anstrengung

    Meisterhaft

    Rifugio

    Bankg eheimn is

  • Vorbereitungstouren
  • Dimaro - Anreise und Eingewöhnung
  • Erster Tag - Dimaro - Madonna di Campiglio - Rifugio Ghedina
  • Zweiter Tag - Rifugio Ghedina - San Lorenzo in Banale - Rifugio Cacciatore
  • Dritter Tag - Rifugio Cacciatore - Molvenosee - Malga Arza - Malga Tremoncelli - Tovelsee
  • Vierter Tag und Heimreise - Lago Tovel - Tuenno - Cles - Male - Dimaro
  • Schluss
  • Vorbereitungstouren fĂŒr diese Tour:
  • 08. Mai 2002: Meine Trainingssaison beginnt zusammen mit Martin. Wurstsalattour zu Josef in ILLERTISSEN.
  • 18. Mai 2002: Es folgen kleinere Ausfahrten bis zur gemeinsamen Tour auf der schwĂ€bischen Alb mit Hans aus MERING.
  • 20. Mai 2002: Die Pfingstmontagstour zur Brauerei DEIL Osterberg.
  • 22. Mai 2002: Nach ILLERBEUREN zur Bahnhofsrestauration mit Kollegen und den Illerradweg zurĂŒck mit Alfred.
  • 30. Mai bis 02. Juni 2002: Mit Hans und Werner bei Anni im Salzburger Land mit Rossalm-MĂŒhlbach, GROSSGLOCKNER, Sonntagskogel, ROSSALM Forstweg.
  • Dann folgen wieder kleinere Touren mit DIDI und Martin.
  • 15. und 16. Juni 2002: Zusammen mit Willi aus Kirchdorf geht’s mit dem Rad aufs Berghaus WÄLDELE im kleinen WALSERTAL und den Illerradweg zĂŒgig zurĂŒck mit Bani und Jutta. Der Weg endet kurz vor dem ILLERABBRUCH. Ich schlage einen Salto. Außer blauen Flecken passiert Gott sei Dank nichts. Ich nehme zwei Tage spĂ€ter 2 GLOBOLI Arnika C200. Die BlutergĂŒsse verschwinden beim Zusehen!
  • Dann folgen wieder kleinere Ausfahrten in der nĂ€heren Umgebung.
  • 03. Juli 2002: Mit Martin und DIDI geht’s zusammen nach Biberach zum SchĂŒtzenfest und zurĂŒck.
  • 05. bis 07. Juli 2002: Es geht mit Reinhard usw. nach VAIZHEINA in GraubĂŒnden, leider stĂŒrzt hier Karl und wir mĂŒssen ihn verletzt nach Chur ins Krankenhaus einliefern lassen.
  • 20. und 21. Juli 2002: Es findet mit Martin die Fahrt zu Guido in Esslingen statt. Danach immer wieder mein HW4 und KELLMÜNZER Wald.
  • So kommen etwa 1800Km zusammen und viele gemĂŒtliche Stunden beim Radfahrer Hock.
  • Anreise und Einstimmung auf die Tour Mittwoch der 28. August 2002: 

    nach 378Km und ca. 5h Fahrtzeit sind wir am Ziel

    Am Montag dem, 26. August 2002 werde ich unruhig. Irgendwie beschĂ€ftigt mich die Quartierfrage. Ich bin eine Woche vom Wanderurlaub im GRÖDNER Tal zurĂŒck. Dort war jedes Bett besetzt. Immerhin sind wir mit sieben Leuten unterwegs. Das ist der pure Wahnsinn!

    Vor mir liegt der Tourenbericht aus dem Internet. Dort ist in DIMARO das Hotel Stube aufgefĂŒhrt. Ich rufe da jetzt an. Die freundliche Frau spricht deutsch mit mir. Sie teilt mir mit das sie kein Hotel mehr haben. Aber Sie gibt mir die Telefonnummer vom Garni ROSATTI. Noch ein Anruf dort und ich reserviere auf meinen Namen sieben Betten fĂŒr jeweils 25 Euro inklusive FrĂŒhstĂŒck.

    Am Mittwoch den, 28. August 2002 um 11:30 Uhr hole ich DIDI in Altenstadt/Iller ab. Das zweite Rad ist nun auf meinem Autodach. Holen wir das dritte. Um 12:00 Uhr bei Werner in Memmingerberg. Nun ist mein Auto voll. Wir fahren zum ersten Sammelpunkt auf der Autobahn zum AllgĂ€uer Tor. Um 12:45 Uhr stoßen Martin mit Bani und Jutta zu uns. Weiter geht’s zum zweiten Sammelpunkt. Kurz vor dem FĂŒssener Tunnel.  Manfred in A-Klasse steht bereit. Wir sind nun vollkommen.

    Auf dem Fernpass gerĂ€t Manfred in den toten Winkel und erscheint auf einmal neben mir. Oh Schreck! Hoffentlich fĂ€hrt der in NASSEREITH raus. Das PICKERL kaufen. So dachte er auch. Deshalb das Überholmanöver. In NASSEREITH raus. Super in den Tank und Kaffee in den Bauch. Das PICKERL fĂŒr 7,60 Euro ordnungsgemĂ€ĂŸ auf die Scheibe geklebt. Und los. Die Reifen quietschen. Bei der Fahrt zur Autobahn.

    Die EuropabrĂŒcke steigt stetig an. Meine GĂ€nge werden immer kleiner. Das Wetter schaut nicht so gĂŒnstig aus hier oben. Erste Maut bezahlt. 7,95 Euro. Runter nach STERZING. Das zweite Maut-Billet ziehen. ZĂŒgig geht es mit 110 Km/h weiter. Dann sind wir schon an der Ausfahrt MEZZOCORONA. Zweite MautgebĂŒhr von 6,80 Euro abdrĂŒcken. Und nun hinter dem Viehtransporter herfahren. Bis DIMARO.

    Nach kurzer Suche stehen wir vor unserem Garni ROSATTI. Der Chef und sein deutsch sprechender Freund empfangen uns sehr freundlich. Wir erhalten die SchlĂŒssel und Codes fĂŒr zwei Zweibettzimmer und ein Dreibettzimmer. Ich bezahle alle Betten, dann reserviert der Chef einen Tisch in der Pizzeria Antonio auf der anderen Straßenseite. Er telefoniert auch noch zum Rifugio Ghedina. Somit ist auch unser Quartier morgen gesichert.

    Dann quetschen Martin und ich unsere beiden Autos in den von der Chefin zugewiesenen Tiefgaragenplatz. Danke Servolenkung. Schwitz! Wir gehen nun auch rĂŒber zur Pizzeria. Wir wollen im Freien sitzen. Ganz vorn. Das erweist sich als Fehler. Denn es wird frisch. Der Chef und Maria wollen auch die zweite HĂ€lfte vom Vorhang zuziehen doch die auch bedienende junge und resolute Italienerin sagt BASTA. Das ist der richtige Chef! Also, erst mal etwas wĂ€rmer anziehen, spĂ€ter dann in die warme Wirtschaft reingehen.

    Jede bestellte Pizza entsprach dem Wunschbild. Aber der Wein fĂ€rbt ZĂ€hne und Zungen rot bis violett. Noch dazu ist der Wein sehr kalt. Werner sagt das muss so sein, sonst wĂŒrde dieser Wein nicht mehr schmecken. Und es ist sehr viel Wein. Heute Abend. Dazu noch die LIMONCELLIS und die Willis vom Hause. Die kleine und nette Maria muss vor der Sperrstunde noch putzen. Also gehen wir als letzte GĂ€ste auch ins Bett. Werner kĂŒsst dem Pizzachef noch die Hand zum Abschied. Martin will noch ein Eis essen. Die GlastĂŒre zwischen Eisdiele und Garni nehme ich nicht mehr war. POOONG! Jutta öffnet mir danach die TĂŒre von innen.

    Ich bin KAABUUDD! Oh Gott. Bani aber auch. Nur DIDI ist noch fit. Bani macht aus dem Schlachthaus frĂŒh am Morgen wieder ein ansehnliches Bad.  Ich suche mein verlorengegangenes Handy. Und finde es unter dem Bett wieder. Werner schlĂ€ft nur kniend mit dem Oberkörper auf dem Bett. Dann schließt er sich noch aus und nimmt die frischen Paninis vom BĂ€cker in Empfang.

    ERSTER TAG

    Wir sammeln uns langsam beim FrĂŒhstĂŒck. Es schaut hervorragend aus. Kaffee, Milch, Tee. Saftige Semmel, Butter, Schinken, KĂ€se, Joghurt, MĂŒsli, Marmelade. Vieles werden wir in den nĂ€chsten Tagen von unserer Liste streichen dĂŒrfen. Es sind eigentlich nur Biker hier im FrĂŒhstĂŒcksraum versammelt. So langsam machen wir uns abfahrtsbereit. Letzte Sachen im Auto verstauen. RĂ€der aus dem Schopf holen. Werner bindet sein Regengewand zwischen den Rahmen. DIDI hat auch so einen Sack da hĂ€ngen. Foto vom Start der Tour. Los geht’s. Die Chefin weist uns hĂ€nderingend den Weg. Immer hoch! Rechts hinauf. Immer hoch!

    Zuerst die Teerstrasse. Dann links rein in den schönen Wald. Daneben der Fluss MELEDRIO. Ein ĂŒberfahrener Maulwurf liegt auf dem Weg. Wer war das nur? Gut ausgeschildert ist diese MOUNTAIN BIKE Strecke. Bis zur Baustelle. Dort will Bani schon den Pfad fortsetzen als ihn der Bauarbeiter zurĂŒckweist. Vor der BrĂŒcke geht’s rechts hoch. Richtung Madonna di CAMPIGLIO mĂŒssen wir weiter.

    Weiter oben helfen uns noch zwei junge Italiener weiter auf den richtigen Weg. Sie haben eine Karte vom TouristenbĂŒro dabei. Wir gelangen zur MALGA MODIFRA 1632m. Groß, aber unbewirtschaftet! Beim nahe liegenden Brunnen fĂŒllen wir unsere Flaschen. Nun geht’s abwĂ€rts. Bei der GROSTE Seilbahn sind wir wieder etwas unsicher. Zum dritten verfahren wir uns noch in dem modern umfahrenen Madonna di CAMIGLIO 1522m. So fahren wir also durch die lebhafte FußgĂ€ngerzone zum Umgehungstunnel statt durch den schönen Park. Mehrere RĂŒckfragen sind notwendig. Bis wir richtig rollen. Eben geht’s dann auf Teer zum Rifugio VALLESINELLA 1540m.

    Durch schattigen Laubwald. Es ist gerade Mittagszeit. Wir stellen unsere RÀder an die BÀume. Jutta wÀscht sich sogar mit bereitliegender Seife die HÀnde am Brunnen. Wir setzen uns an den zweiten der gerÀumigen Tische. Wir bestellen Radler und bekommen Alsterwasser von HENNINGER in Dosen. Dazu essen wir Nudeln mit Fleischsauce oder Tomatensauce. Es weht ein kalter Wind. Noch dazu sitzen wir im Schatten. Also, erst mal warm anziehen.

    Dann ist der sonnige Tisch neben dem Eingang frei. Wir eilen hinĂŒber. Die wĂ€rmenden Strahlen der Sonne auffangen. Das tut so gut. Wir beobachten die Leute die da rein und raus gehen. Sie tragen bunte Socken. Gelbe und grĂŒne. Und sie reden mit allen HĂ€nden. Ein Italiener mit Sherpa-MĂŒtze schaut besonders witzig aus. Ganz aufgeregt rennt er hin und her. Er und viele seiner Freunde fĂŒllen ihre Trinkflaschen am Brunnen.

    Nun mĂŒssen wir weiter. Noch ein Foto. Mit Blick auf die CIMA BRENTA mit dem Gletscher. Dann geht’s links runter zum Rifugio CASCADE. Wir nehmen lieber den Wurzelweg statt dem bequemen aber auch steilen Schotterweg. Foto zur Erinnerung an den Wasserfall. Dann weist uns der Koch freundlich lĂ€chelnd den Weg ĂŒber die BrĂŒcke zum Trial ins Val di AGOLA.

    Über die knapp lenkerbreite HolzbrĂŒcke auf den Pfad. Zuerst kommt die MALGA BRENTA BASSA 1265m. Bald darauf stoßen wir auf einen Schotterweg. Links hoch zur MALGA Val di AGOLA mĂŒssen wir. Waldreich auf gutem und breitem Weg geht’s hinauf. Bei einer Rast sehen Bani und Werner einen Italiener stĂŒrzen. Er fuhr mit dem Vorderrad auf einen Felsbrocken und ĂŒberschlug sich. Dank Helm und Rucksack ĂŒberstand er es mit dem Schrecken und einigen SchĂŒrfwunden. Die beiden Italiener bedanken sich wegen unserer Nachfrage ob alles in Ordnung sei.

    Wir arbeiten uns noch weiter nach oben. Bis zur MALGA Val di AGOLA auf 1596m. Hier machen wir einen kleinen Fehler. Statt vor der MALGA Val di AGOLA links den Weg 324 Richtung Rifugio DODICI APOSTOLI einzuschlagen fahren wir gerade weiter ĂŒber die BrĂŒcke. Dort suchen wir erst mal sternförmig auseinanderlaufend den See. Der ist aber hier ĂŒberhaupt nicht vorhanden. Das kann schon mal vorkommen sage ich. Also, Karte raus. Orientierung suchen. Aha, wir mĂŒssen mehr sĂŒdlich suchen.

    Alsbald sind wir an dieser MALGA Val di AGOLA vorbei. Alles scheint wieder unbewirtschaftet zu sein. Dann geht’s durch einen Wasserlauf oder trockener ĂŒber einen Holzsteg. Nun rechts an dem schön gelegenen See vorbei. Dort am Ende angelangt rechts hoch. Ein felsiger Weg. Schieben ist angesagt. Bevor wir das Val di NARDIS erreicht haben geht’s rechts weiter. Schiebend, steil hoch zum PASSO BREGN de l` ORS 1836m. DIDI ist wegen der anderen Schreibweise etwas verstutzt. Statt der angegebenen 20 Minuten benötigen wir gut das doppelte. Mein Piratentuch ist nass durchtrĂ€nkt vom Schweiß. Pass geschafft heißt es oben angelangt. Die Aussicht ist gigantisch hier oben. Wir machen keine lange Pause. Ein PĂ€rchen das es eilig hat wegen der Seilbahn fotografiert uns noch rasch. Dann orientieren wir uns noch mal kurz mit der Karte. Helm auf. Und Los.

    Wir wĂ€hlen den Pfad zum PASSO del GOTRO. Weiter. Auch hier gibt es einzelne Trage- bzw. Schiebepassagen. Wir sehen die riesige MALGA MOVLINA 1786m vor uns liegen. Lang und groß diese Almen. Aber so ruhig alles. Kein Wirtschaftsbetrieb. Hier stoßen wir auf eine breite Schotterstrasse. Die lĂ€sst sich wirklich fein fahren. Das macht uns allen Spaß! So stelle ich mir eine genĂŒssliche Abfahrt vor. Wir rauschen an den MALGAS STABEI 1575m und NAMBI 1375m nur so vorbei. Kurz darauf frage ich noch alle ob sie den schwierigen SINGLETRAIL 333 wĂ€hlen wollen oder den bequemen Schotterweg ĂŒber die MALGA VALLON. Jeder wĂ€hlt lieber den Genuss statt die Qual. Wir sind ja schließlich in Italien!

    Gleich kommt das grĂ¶ĂŸere ALBERGO BRENTA auf der rechten Seite. Wir haben uns aber beim Rifugio Ghedina 1128m angemeldet. Dieses schnuckelige HĂ€uschen auf der linken Seite erreichen wir gleich darauf. Ich melde unsere Mission bei einer der beiden Schwestern an. Diese weist uns den Stall fĂŒr unsere mĂŒden RĂ€der. Im Holzschopf. Werner schichtet sie wie Brennholz dorthinein. Eines neben das andere. Zwei seitlich auf die Holzscheiten. Dort stehen sie auf alle FĂ€lle sicher diese Nacht.

    Alle nehmen wir dann den langen ĂŒberdachten Naturtisch in Beschlag. Dort bestellen wir erst mal ein SpezialgetrĂ€nk. Kurz darauf tröpfelt es ein wenig. Die Köchin schreibt mir auf einen Zettel die Speisen. Zum Essen gibt’s Spaghetti 7 Euro, kleiner gemischter Salat 3,50 Euro und Fleisch typischer Art fĂŒr 11 Euro. Martin kann dem sĂŒĂŸen StĂŒckle in der Vitrine nicht widerstehen. Dazu ein großes Cola. Wir haben zwei Zimmer. Ein Zweibett- und ein Vierbettzimmer. Je Person 23 Euro Wert. FĂŒr den nĂ€chsten Tag lassen wir von den Schwestern gleich wieder auf dem RIFUGIO CACCIATORE unsere Betten reservieren. Das klappt prima.

    Und siehe da auf einmal. Da taucht Manfreds A-Klasse auf. Die Zimmer sind aber schon vergeben! Nach kurzer Verhandlung mit den Schwestern erhĂ€lt Martin ein Einzelzimmer im Erdgeschoss. Das Bett darin muss aber erst noch bezogen werden. Der Raum dient ansonsten als Abstellraum. Alles ist aber sauber hier. Das Doppelzimmer befindet sich oben. Der Teppich zum Vierbettzimmer ist neu verlegt und dĂŒnstet noch aus. Das riecht.

    Heute sind alle sehr ruhig. Martin bestellt sich sein Quantum Wein. Am Nebentisch findet eine Familienfeier statt. Diese werden zuerst bedient. Vom ersten bis zum letzten Gang. Eine wunderschöne Torte strotzend von Sahne. Martin bekommt leider kein sĂŒĂŸ StĂŒckle davon! Dabei sieht die wunderschöne Torte so kraftspendend aus.

    Dann sind wir endlich dran. Die Spaghetti sind vorzĂŒglich. DIDI bekommt die grĂ¶ĂŸte Portion. Und schafft sie deshalb nicht. Bani hilft ihm. Der gemischte Salat besteht aus grĂŒnem Salat, Tomaten, gebratenen Kartoffeln mit Rosmarinzweigchen dazu zwei Zwetschgen. Wir sind in Italien. Ein Land fĂŒr Genießer. Ich gehe heute Abend bald ins Bett. Ich begebe mich in den ersten Stock dieses roten, wackeligen und instabilen Stockbettes. Die anderen gehen nicht viel spĂ€ter in ihre wackeligen Betten. Auch sie wirkten den ganzen Abend schon so ruhig und mĂŒde. Was ist nur mit der XTR Gruppe los?

    ZWEITER TAG

    Kurz vor 07:30 Uhr sitzen wir beim FrĂŒhstĂŒck. Es gibt Kaffee, Milch und Tee. Dazu in Folie verschweißte sĂŒĂŸe StĂŒckle. Schön trocken fast staubig. Martin grinst deshalb ĂŒber das ganze Gesicht. Werner krĂŒmmt sich beim Anblick. Wie kann man nur so etwas essen? Trockene italienische Semmeln und Butter sowie Marmelade. Wir sind in Italien! Da ist der FrĂŒhstĂŒckstisch eben auch anders gedeckt.

    SCUSA heißt Entschuldigung. So alleine da stehend. Und SCUSI mit irgend etwas nachfolgend heißt entschuldigen Sie bitte. Ja so lernt man noch etwas italienisch auf dieser Tour. Und der Hund Rocky wedelt mit dem Schwanz. Manchmal versucht er auch ein wenig seine GĂ€ste zu zwicken. Wir ziehen uns warm an, zahlen dann vorn an der Theke unsere Rechnung und verabschieden uns. Manfred kam extra als Fotograf zu uns. Deshalb darf er auch nicht auf das Bild.

    Nun rauschen wir auf feinem Teer hinunter ins Val GIUDICARLE. Das macht Spaß. Bei der Ponte di LISAGN geht’s links auf die Hauptstraße nach STENICO 666m. Viele plattgefahrene Kröten sehen wir auf der Strasse liegen. Dann kommen wir an dem schönen Wasserfall des Rio BIANCO vorbei. Dort ziehen wir unsere wĂ€rmenden Abfahrtsklamotten aus. Das gibt bestimmt ein schönes Bild mit dem Hintergrund. Weiter treten wir fast eben ĂŒber SCLEMO 753m und DORSINO 536m nach SAN LORENZO in BANALE 758m. In DORSINO finden wir keinen Lebensmittelladen. Ein uns ĂŒberholender einheimischer Rennradler puscht uns mit einem ALEZ Ruf an. Die sind eben vom Radsport begeistert. Die Italiener.

    Manfred weist uns mit A-Klasse schon den Weg zum SUPER MERCATO TRENTINO. Er passt dann auf unsere RĂ€der auf. Im Supermarkt ziehen wir erst mal eine Bedienungsnummer fĂŒr die Backwaren-, Wurst- und KĂ€setheke Ă€hnlich wie bei der Zulassungsstelle. Jeder deckt sich nach seinem Geschmack mit etwas gutem ein. Mit Mortadella, Salami bzw. Schinken belegte Semmel. KĂ€se, Kaminwurzen, fette SOITA OND OLIVA. Frisches italienisches Brot dazu. GetrĂ€nke sind Wasser und Cola in Dosen eiskalt oder in Plastikflaschen warm aber 50% mehr. PhosphorsĂ€ure brauchen unsere Muskeln nun zum Brennen.

    Nun wird es ernst. Es gilt jetzt diese 1000m zum RIFUGIO CACCIATORE hoch zu drĂŒcken. Noch in der Ortschaft fĂŒllen die meisten ihre Trinkflaschen bei einem der schönen Dorfbrunnen. Die Straße ist noch geteert. Doch nach dem RIFUGIO DOLOMITI folgt dieser Höllenweg. Den man nie vergessen wird. Wenn man den schon mal gemeistert hat. Egal wie. Teilweise sind es schön in den Boden betonierte Felsen. Schön anzusehen. Aber es sind richtige Federgabelteststrecken. Furchtbar zu fahren!

    Dann folgen wieder steile lose Schotterwege mit breiten schrĂ€gen Wasserlaufrinnen. Sehr gut geeignet zum Ausruhen. Das Rad entlasten. Und immer wieder diese beiden parallelen Betonspuren. Irgendwann ist es fĂŒr alle so steil das es das Vorderrad hochhebt. Die Grenzen der Physik sind nun erreicht! Mir tun sogar die Taxis mit den Land Rover DEFENDER leid. Ich verweise die LX Gruppe auf die zierlichen Alpenveilchen die da blĂŒhend am Wegesrand zu bewundern sind. Die XTR Gruppe bewundert dafĂŒr Tretlager. Kurz vor dem GlĂŒhen!

    Gemeinsam definieren wir ĂŒber Zeit und Höhe einen Ort an dem wir unsere auf alle FĂ€lle verdiente Brotzeit einnehmen werden. Dort angekommen wollen wir eine gute Stunde rasten. Unsere Bekleidung ist vollkommen verschwitzt. Wir sitzen im Gras und vertilgen unsere mitgebrachten Kraftspender. Erst dehnt Martin seine Beine. Damit sich seine Muskeln nicht verkĂŒrzen. Dann entspannt er den ganzen Körper bĂ€uchlings im Gras liegend. Nur zwei Wanderer passieren uns. Stille. Kein einziger Biker kommt hier rauf. Warum nur? Kein Genuss? Zwei Eisentabletten mit Kirschgeschmack noch in die Wasserflasche. FĂŒr den Sauerstofftransport. Damit das Feuer in den Muskeln nicht ausgeht. Beim Aufbruch ertönt Juttas Ruf. DIDI dein Beutel. Der blaue! Er liegt noch im Gras.

    Die Felsen ragen mitten in den Weg hinein. Links daneben rauscht das Wasser im Felsenbett hinunter. Bei mir auf der Stirn. Der Schweiß. In Strömen! Ich halte an und fĂŒlle mir bei einer wegsamen Stelle alles was ich mitnehmen kann. Dort warte ich auf Jutta mit Martin und DIDI. Gemeinsam kĂ€mpfen wir uns danach hoch. Schiebend. Zu wenig Wadenschmalz. Bei einer BrĂŒcke etwas oberhalb warten Bani und Werner ausgepowert auf einer Bank sitzend. Und ein PĂ€rchen. Barfuß am Bach. Diesen speziellen Energiedrink brauchen unsere Muskeln. Jetzt und spĂ€ter!

    Dann kommt eine Bank rechts. In der NĂ€he ein Wegweiser mit einem Briefkasten. Armer BrieftrĂ€ger. Wir letzten vier genießen den Ausblick hier. Und erholen uns dabei. Wir laufen wieder los. Ein grĂŒner Fiat Jeep hĂ€lt an. Fragend. Wir wollen nur bis zum RIFUGIO CACCIATORE. Das reicht fĂŒr heute. Ehrlich. Vielleicht hĂ€tte er uns mitgenommen. Nachdem er die bis unter das Dach vollgeladenen Waren in die Materialseilbahn umgeladen hĂ€tte.

    Bald darauf sehen wir oben liegend erst eine kleine Kapelle und links daneben liegend das RIFUGIO CACCIATORE. Unsere RĂ€der ruhen sich etwas oberhalb im großen Zelt vom Roten Kreuz aus. Die Wirtin gibt uns ein Lager fĂŒr acht Personen. Stabile Doppelbetten. Es gibt fĂŒr zwei Euro sogar eine Dusche hier oben. Die nehmen wir alle! Aufgrund der Anzahl muss die Reihenfolge geregelt werden. Gut wenn man nicht der erste ist. Jutta und Martin schreien wegen dem kalten Wasser. Habe ich mir gleich gedacht. Eine Dusche. Die soll warm sein? Hier oben! Schmarren. Also rein. Einweichen. Eiskalt. Einseifen. AbspĂŒlen. Nur noch kalt. Da ist man hellwach hinterher. Bani kann auf einmal italienisch. DOCCIA FREDDO sagt er Ă€ngstlich der Wirtin. Die erschrickt und schaltet sofort den Boiler ein. Der Rest duscht warm bzw. sogar heiß. So wird man zum so genannten WARMDUSCHER. DafĂŒr zahlen wir drei harten nichts fĂŒr die Gratisdusche. Heute ist Wasch- und Trockentag angesagt. Alles auf die Leine bzw. den Holzzaun um die HĂŒtte herum.

    Draußen ist es zu frisch. Die BRENTA Nebel umgeben schon die Berggipfel. Wir verzichten deshalb auf den Aufstieg zur Rifugio AGOSTINI 2410m. Lieber an den Tisch der warmen Gaststube mit dem offenen Kamin. SpezialgetrĂ€nke bestellen. Erst eins, dann zwei, 
 . Der Rotwein schmeckt nicht mehr so gut seit unserem Anreisetag.

    Die meisten von uns nehmen Halbpension fĂŒr 33 Euro. Das sind Spaghetti mit Fleischsauce bzw. Tomatensauce. Dann Gulasch mit SPÄTZELI beziehungsweise Stockfisch mit POLENTA. Dazu gedĂŒnstete Bohnen in einer SchĂŒssel fĂŒr alle. DIDI kann keine Spaghetti mehr sehen. Er will ein schönes Fleischgericht. Danach ein CORETTO oder nur CAFFÈ. Martin gönnt uns eine Runde GRAPPA. Dankeschön. DafĂŒr!

    Wir gehen wieder vor zum offenen Kamin. Um 20:45 Uhr kommen zwei Italiener in die HĂŒtte. Sie sind in 2:45 Stunden mit Pausen herauf geeilt. Sie nehmen nur noch jeweils eine Pasta, Aqua Minerale und Tee. Jutta schlĂ€ft schon beinahe am Tisch ein. So mĂŒde ist sie. Ich gehe lieber gleich hoch ins Lager. Dann gehen die beiden Italiener nach dem Zahlen ins Lager neben uns. Es dauert nicht lange. Das Licht wird abgedreht. FĂŒr alle. Rauf ins Lager.

    DRITTER TAG

    Um 5:30 Uhr brechen die beiden Italiener auf zum RIFUGIO AGOSTINI. Ihre ruhenden RĂ€der stehen noch im Zelt. Ihr Tacho zeigt 1:14h Fahrtzeit ohne Pausen an. Bani steht 20 Minuten nach sechs Uhr auf um ins Bad zu gehen. So nach und nach stehen alle der Reihe nach auf. Jutta benötigt fast die ganze Nacht um die Erlebnisse des Tages zu verarbeiten. Sie schlĂ€ft deshalb nicht gut. Nimmt daher viele GerĂ€usche war. Um sieben Uhr sitzen wir am gedeckten Tisch. Das einfache FrĂŒhstĂŒck italienischer Art wird uns nicht so viel Kraft geben.

    Wir zahlen unser Quartier. Noch einige Fotos vom schönen Panorama hier oben. Dann machen wir uns wieder startklar. Hinab fĂŒr den Bremsentest. Auf diesem elenden Höllenweg. Denn ich nie vergessen werde. Nach einer Spitzkehre bleibe ich in einer Mulde mit dem Vorderrad stehen. Das ist ein brutales GefĂ€lle. Ich ĂŒberschlage mich im Zeitlupentempo. Martin beobachtet es von hinten. Meine Klamotten sind ein wenig staubig nach dem Sturz. Ich klopfe mich ab. Das rechte Knie schmerzt ein wenig. Eine Trinkflasche ist rausgefallen. Ansonsten ist alles in Ordnung. Auch dem Rad hat es nichts gemacht. Aufpassen heißt es in Folge!

    Auf diesem Höllenweg kann man keine einzige Sekunde die Bremse aufmachen. Die volle Konzentration benötigen wir fĂŒr jedes Steinchen, jede UnregelmĂ€ĂŸigkeit. Besonders gefĂ€hrlich sind diese breiten Regenrinnen bergab. Einige Wanderer kommen uns schon frĂŒh entgegen. Des öfteren muss man eine Pause einlegen. Wegen der HĂ€nde und Finger. Selbst mit Hydraulikbremsen verkrampfen diese allmĂ€hlich.

    Kurz vor dem RIFUGIO DOLOMITI kommen mir die Methusalems der GelĂ€ndewĂ€gen entgegen. Die Land Rover DEFENDER! Die Touristen Taxis. Ich deute Ihnen an dass noch vier Biker nach mir folgen. Der Fahrer nickt. Bani sagt ihnen das die nachfolgenden Biker bald kommen. Es gibt nicht viel Ausweichmöglichkeiten auf diesem Höllenweg. Gott sei Dank sind wir alle gesund hier unten angekommen. Nun wissen wir warum nicht viel Biker diesen Höllenweg aufsuchen. Spaß ist oder war das keiner!

    Nun geht es auf feinem Teer weiter hinab. Durch SAN LORENZO in BANALE 758m. Vorbei an dem Brunnen. Vorbei am SUPER MERCATO. Dort nach links oben. Leicht ansteigend. Durch vier Felsentunnels. Rechts von der Strasse fallen die Felsen steil ab. Da kann nicht jeder runtersehen. Wir fahren durch NEMBIA 850m bis an den MOLVENOSEE 845m. Das war falsch. Wir sind etwas zu weit gefahren. Also wieder zurĂŒck bis zur Bushaltestelle. Dort nun rechts rein. Erst Teer, dann Schotter. Dann geht ein Weg runter. Ein anderer steigt leicht an. Wir mĂŒssen aber am See entlang. Ich fahre den oberen etwas voraus. Der Weg ist richtig. Mein rufen wird nicht gehört. Also fahre ich zurĂŒck. Den Rest holen.

    Im leichten auf und ab geht es links am MOLVENOSEE entlang. Dann mĂŒssen wir noch mal steil leicht bergab. Bald kommen wir in MOLVENO 868m an. Es ist erst 09:45 Uhr am Morgen. Mein Vorschlag auf einen Cappuccino wird angenommen. Die GroßvĂ€ter fĂŒttern die bereitstehenden Automaten mit Euros damit ihre Enkel einmal Kutsche bzw. Ferrari fahren dĂŒrfen. Wir cremen uns vorbeugend mit Sonnenschutz ein. Dann zahlen wir innen. Außen hat sich eine Radlergruppe aus dem Berchtesgadener Land hingesetzt. Wir berichten von unserer Umrundung. Sie scheinen von uns begeistert zu sein.

    Saftig ansteigend geht’s in MOLVENO 868m los. SpĂ€ter wird’s sanfter. Nach ANDALO 1041m. Martin fehlt plötzlich. Will er das nicht vorhandene Passschild ablichten? Nein. Er hat nur seinen Helm aufgesetzt. Wegen der nun folgenden Abfahrt. Auf Teer. Erst nach CAVEDAGO 864m dann nach SPORMAGGIORE 571m. Dort im Zentrum sollen wir links nach MAURINA abbiegen. Ich frage einige bei einer Bar herumstehende Leute nach dem Weg. Wir mĂŒssen bei der Eisdiele links gegenĂŒber vorbei. Dann runter fahren. Diese Strasse ist zwar wegen Bauarbeiten gesperrt. Wir kommen da aber mit den RĂ€dern durch. Also fahren wir flott runter.

    Durch ungezĂ€hlte, vollbehĂ€ngte ApfelbĂ€ume links und rechts. Ein Apfel schaut schöner wie der andere aus. Woran liegt das nur? Immer wieder leicht auf und ab. FĂŒhrt diese herrliche Strasse. So langsam geht es auf die Mittagszeit zu. In SPORMINORE 516m fahren wir an der Kirche vorbei. Es findet gerade eine Hochzeit statt. Wir sollten bald Essen gehen. Hier. Wir finden das ALBERGO NARDELLI auf der rechten Seite. Wir dĂŒrfen die RĂ€der in die Garage stellen. Statt auf der sehr sonnigen Terrasse weist man uns den Weg durch die Wirtschaft in den schattigen Garten.

    Jeder bestellt eine Flasche Wasser. Zusammen trinken wir eine Flasche Rotwein. Wir bestellen jeder eine Portion Spaghetti mit Fleischsauce bzw. Tomatensauce. Zwei große SchĂŒsseln Salat darf Werner anmachen. Leider nicht mit so teurem BALSAMICO Essig wie er zu Hause ihn stehen hat. Aber er macht das richtig schmackhaft. Man kann nichts falsch machen. Sagt er.

    Die Hochzeitgesellschaft macht sich auf den Weg zur Feier. Mit verschiedensten Huptönen begleiten sie das frisch vermÀhlte Paar. Die Mama der Wirtin bringt uns nach dem Essen ein paar Scheiben KÀse und Zwetschgen in Eiswasser. Wir sind in Italien. Ein Genuss! Hier versteht man zu Leben. Wir auch. Hier. Habe ich da eben richtig gesehen? Bani wirkt erschöpft. Seine Augenlider gehen zu! Also noch einen CORETTO bestellen.

    Mein Stuhl gibt nach. Ganz weiche FĂŒĂŸe hat der bekommen. Unter mir. Nicht viel spĂ€ter. Da bricht er auseinander. Ich falle zu Boden. Auf mein rechtes Knie. Das nun wieder schmerzt. Und meine ARNIKA GLOBOLI liegen zu Hause. Mist. Ich gehe rein zur Wirtin. Beichte meinen Schaden. Bestelle die Rechnung. Diesmal wird es wird einfach. 10 Euro je Genießer. Am Tisch. Wenn es nur immer so wĂ€re. Meine Sonnencreme brennt nicht in den Augen. Also creme ich nach!

    Nun geht’s wieder aufwĂ€rts nach LOVER 567m los. Dann nach CAMPODENNO 534m runter. Rauf nach TERMON 595m. Runter nach CUNEVO 572m. Hier fahren wir zu weit. Sind schon auf der Straße nach TUENNO. Wir sind dem falschen Wegweiser Lago di TOVEL nachgefahren. Also wieder zurĂŒck. Im Dorf frage ich noch mal nach. Den Weg zur MALGA di ARZA 1507m. Erst am Ende des Dorfes steht ein Wegweiser. Nun sind wir richtig. DIDI wĂŒnscht ein Bild von der 1000m HĂŒrde. Die wir alsbald ĂŒberwinden mĂŒssen. Gesagt getan. Martin schockt uns auf einmal. Erst elf Bilder zeigt die Kamera an. Da stimmt was nicht.

    Kurz darauf muss Martin in die BĂŒsche. Die Zwetschgen. Und das Wasser. Putzen durch. Schon. Weiter oben warten die anderen. Nun wissen die auch Bescheid. Die XTR Gruppe Kann seine KrĂ€fte nun voll fĂŒr die Erreichung der MALGA di ARZA verwenden. Solange die Muskelfasern nicht durchbrennen.

    Lange Zeit kĂ€mpfe ich mich gemeinsam mit DIDI hoch. Schweißperlen stehen uns auf der Stirn. Wenn sie groß genug sind. Rinnen sie in Strömen von uns hinab. Gnadenlos geht es hier rauf. Gegen 15:00 Uhr wird der Autoverkehr stĂ€rker. Wir beide vereinbaren bei 1250m eine lĂ€ngere Pause. Denn bis jetzt haben wir nur ganz kleine Trinkpausen eingelegt. Ich sehne diese Zeigerausschlag an meinem Höhenmesser geradezu herbei. Immer wieder schaue ich auf das Zifferblatt. Dann steht er dort. Der Zeiger. Bei 1250m. Basta!

    Wir haben noch 250m zu machen. Eine Flasche ist noch gefĂŒllt. Wir setzen uns mitten auf die Strasse. Wir haben gute Einsicht nach unten. Wann erscheint wohl Martin? 15 Minuten wollen wir rasten. Unseren Muskeln eine kleine Erholung gönnen. Zur Regeneration. Ab und zu mĂŒssen wir aufstehen. Wegen der Autos. Auch wir versuchen es mit dem Dehnen der Beinmuskulatur. Gut das keiner zusieht. Dann erscheint doch noch Martin.

    Keine zehn Minuten haben wir beide auf ihn hier gewartet. Wir lassen ihn noch eine kurze Weile neben uns auf die Strasse setzen. Dann nehmen wir die letzte Stunde in Angriff. Es wird hart. Auf einmal setzt sich DIDI ab. LĂ€sst uns beide alleine. Ganz alleine. Aber wir schaffen es auch. Erst durch einen elektrischen Zaun. Durch die dumm da stehenden KĂŒhe. Um 17:30 Uhr sind wir da. Die MALGA ist unbewirtschaftet. Wie bisher alle. Schade eigentlich. FĂŒr das entgangene GeschĂ€ft.

    Irgendwie haben die gemischte LX-XTR Gruppe es doch geschafft. Eine zwei Liter Flasche Wein steht auf dem Tisch. Sie sitzen da leicht angesĂ€uselt an den großen Tischen mit BĂ€nken. Wir waschen uns erst mal an dem nicht weit gelegenen, großen und sauberen Brunnen. FĂŒllen unsere Flaschen dabei. Trinken eine davon am Tisch wieder leer. Jutta erhĂ€lt eine SMS. Antwortet. Martin vertilgt fĂŒnf Riegel dabei. Gibt mir auch einen davon. Körner. FĂŒr die letzte Stunde. Hinauf zur MALGA TERMONCELLO 1856m. Der Hirtenhund an der Kette tut wahnsinnig wenn Wanderer vorbei gehen. Martin fĂŒllt meine Flasche mit. Dann noch ein Bildchen. FĂŒrs Album. Hier wechselt Martin den Film. Die Sennerin sagt etwa eine Stunde werden wir benötigen.

    Erst fahren wir. Dann schieben aber bald alle. Noch ein Blick in die Karte. Das ist wichtig. Zur Orientierung. Wir mĂŒssen rechts hoch. Nicht mehr dem Weg 370 folgen. Leider. Nun wird es noch hĂ€rter! Im Wald höre ich hinter mir schon das Donnern. Hoffentlich schaffen wir noch den höchsten Punkt vor dem annahenden Gewitter. Noch besser ein wenig hinab. Ich ziehe mein Tempo an. Hinauf, hinauf! In unserer Richtung scheint das Wetter besser zu sein. Alle paar Meter durchschnaufen. Ein kleiner Schluck aus der Flasche. Immer wieder. Gleich haben wir es geschafft. Dort oben steht sie. Die MALGA TERMONCELLO 1856m. Unbewirtschaftet. Wie alle. Bis jetzt.

    Das Wetter naht heran. Nebelschwaden. Regentropfen. Es wird bedrohlich dunkel. Wir ziehen unsere GORETEX Bekleidung an. Wenn wir fahren regnet es nicht sagt Bani immer vor dem Start. Dieser leider verharmlosende Satz hat nun ein Ende gefunden. Wir beratschlagen was zu tun ist. Ich sage wenn es dumm lĂ€uft mĂŒssen wir runterrollen. Diesen blöden Anstieg rauf. Den mĂŒssen wir zwar auch gehen. Aber wir kennen ihn. Der folgende Weg soll aber ein steiler Pfad sein. Der Regen wird gerade sehr heftig. Sollen wir etwas verweilen? Unterstehen. DIDI meint die Sicht ist sehr schlecht geworden. Sie wird nicht besser. Wir gehen los. Suchen den Pfad. Erst falsch. Dann wieder zurĂŒck. Ich finde ihn. Den Pfad 339. Hinunter zum TOVEL See. Gott sei Dank hört es auf zu regnen. Das wird hier kein Spaß in Folge! Ich rufe alle zur Vorsicht auf.

    Werner eilt voraus. Egoistisch. Bani folgt alsbald nach. Immer dieses Konkurrenzdenken. Zwischen den beiden. Ferne Rufe der beiden weisen uns auf eine Gefahrenstelle hin. Nur Hilfe erfahren wir keine. Von der vorauseilenden XTR Gruppe. Dabei sollte man gerade in Gefahrenzeiten schön beieinander bleiben. Wollen die beiden Tourenfreunde das noch lernen? Dabei sagte Bani noch vorher auf der MALGA TERMONCELLO. Wir bleiben doch immer schön zusammen! Leere Worte.

    Ich bin sehr froh als wir alle auf den Schotterweg stoßen. Gott sei Dank! Wer weiß wie das ausgehen hĂ€tte können? Auch die folgende Abfahrt ist nicht ganz ungefĂ€hrlich. Steil. Nass. Die nahende Dunkelheit. Ich lasse es trotzdem laufen. Als ich unterhalb von mir den TOVEL See sehe stoppe ich. Warte auf die anderen. Die halten kurz. Wollen dann aber weiter. Haben anscheinend auch die Schnauze voll. Martin kommt. Seine Regenhose ist zerrissen. Was ist passiert? Ein Sturz! Wie fĂŒhlst Du dich? Es geht. Gott sei Dank! Wir fahren runter bis zur Teerstrasse. Dort links hinauf. Das letzte Mal. FĂŒr heute. Es wird noch dunkler im dichten Wald. Ich fahre vor.

    Oben am Parkplatz sollen es noch 900m bis zum RIFUGIO Lago ROSSO sein. Ganz eben auf Schotterweg. Zwischendrin fehlen Wegweiser. Der Weg will nicht enden. Nicht rechts hinauf. Immer gerade. Eben. Dann erscheint das hellbeleuchtete RIFUGIO vor mir. Was bin ich froh! Die A-Klasse steht auch schon da. Auf dem Parkplatz. Dank SMS. Manfred hatte Probleme uns zu erreichen! Hier selbst ist kein Netz vorhanden!

    Ich melde unser Mission an. Die RĂ€der kommen diesmal in die Werkstatt. Dann geht’s hinein ins Rifugio. Die engen Treppen hinauf. Der HĂŒttenwirt vergibt an einem Stehpult die Zimmer. Ich höre ein erleichtertes GRUPPO ARRIVO im Hintergrund. Weiter die engen Treppen hinauf. Bis ins oberste Stockwerk. Der HĂŒttenwirt gibt mir zu verstehen das wir spĂ€testens um 21:00 Uhr am Tisch sitzen sollen. Ich teile ihm mit das wir noch kurz duschen wollen. Er klopft mir auf die Schulter und nickt. Das geht in Ordnung. Im Minutentakt duschen wir alle auf zwei Etagen in den Duschen dort. Es funktioniert reibungslos. Zwischendurch werden die nassen Klamotten in den kleinen Zimmern nur zum LĂŒften aufgehĂ€ngt. Es ist zu kĂŒhl zum Trocknen.

    Um 20:30 Uhr sitzen wir alle zwei Stockwerke tiefer am großen Tisch. Seitlich von uns ein noch lĂ€ngerer Tisch. Der HĂŒttenwirt, mit Verwandten und Freunden. Wir sind gemischt in den WĂŒnschen. Eine HĂ€lfte wĂŒnscht Halbpension die andere wĂ€hlt aus der Karte. Dazu SpezialgetrĂ€nke. GenĂŒgend. Der Wein schmeckt immer noch nicht richtig. Meine Pasta zur Vorspeise schmeckt gut. Das Fleisch beziehungsweise der Fisch ist typisch italienisch zubereitet. Wenig Soße. Dazu Salat. Zum Abschluss noch der obligatorische CORETTO.

    Ich erkundige mich beim HĂŒttenwirt nach dem Wetter morgen. Draußen schĂŒttet es wĂ€hrenddessen aus KĂŒbeln. Es soll aber morgen gut werden. Er fragt mich ob ich solche Mountainbike Touren organisiere und zeigt mir einen Ordner voll Firmenfaxe. Nein sage ich. Wir sind eine Gruppe von Freunden. So nach und nach holen wir alle unsere Schuhe herunter. Stopfen alte Zeitungen rein. Stellen die Schuhe auf den warmen Kachelofen. Noch ein Liter Wein auf den Tisch. Um 22:30 wird uns das Licht abgedreht.

    VIERTER TAG

    Ich schlafe einiger maßen gut in dem weichen Bett. Immer wieder höre ich draußen starken Regen. In den Morgenstunden abtropfende BlĂ€tter. DIDI hat keinen so guten Schlaf. Kommt das eventuell auch durch die Anstrengungen? An seine Grenzen gehen! Kurz vor 07:30 Uhr bereiten wir uns vor. Waschen. Die noch nicht getrockneten Kleider zusammenrollen. In Plastikbeutel rein. Danach in den Rucksack stopfen.

    Alles GepĂ€ck nach unten schaffen. In den FrĂŒhstĂŒcksraum. Die Schuhe sind einigermaßen trocken geworden. Prima. Der HĂŒttenwirt reicht uns das FrĂŒhstĂŒck. Das Italienische. Die Kaffeekanne enthĂ€lt noch Kaffeepulver. Knirsch. Martin holt sich noch ein Nutella aus dem Korb. Draußen auf der Terrasse verteilen die Verwandten GlĂ€ser mit getrockneten Pilzen. Darauf sind sie ganz scharf. Die Italiener. Auf Pilze!

    Im BĂŒro vom HĂŒttenwirt zahlen wir. Jeder wird heute morgen seine 50 Euro noch los. Draußen ziehen wir uns wieder warm an. FĂŒr die Abfahrt. Jeder bekommt von mir noch einen haselnussgroßen Batzen Kettenfließfett auf seine hinteren Ritzel. Das verteilt sich dann. Werner schreit nein! Das Wasser reicht ihm zur Schmierung seines Ritzelpaketes vollkommen aus. Dabei reicht mir der HĂŒttenwirt eine Karte. Vom TRENTINO.

    Nun radeln wir den einen Kilometer eben auf Schotter den vereinzelten PfĂŒtzen ausweichend zurĂŒck. Kurz vor der Abfahrt setzte auch ich meinen Helm auf. Dann genieße ich diese herrliche Abfahrt. Durch die WĂ€lder. Rechts und links tĂŒrmt sich dieses faltige Gestein auf. Wie schön. FĂŒr mich. Ich weiß nicht ob das ĂŒberhaupt jemand erkennt. Ganz wenige Autos sind so frĂŒh am Morgen unterwegs. Da taucht auf einmal die A-Klasse vor mir auf. Hat ein beschĂŒtzendes Auge auf Jutta geworfen. 

    Doch der Diesel stinkt. Und wie! Ich ĂŒberhole. Nun genieße ich wieder dieses schöne AbwĂ€rtsrollen. Schnell erreiche ich die anderen. Überhole auch sie. Dann haben wir unseren ersten Tiefpunkt erreicht. Leicht geht es wieder bergan. Ich an der Spitze. Da ĂŒberholt mich auch schon die A-Klasse. Winkend zum Abschied. Eine gute Heimfahrt!

    Nach TUENNO 645m hinein fĂ€llt die Straße wieder ab. Deshalb verpassen wir unseren Linksabzweig. Wir fahren fĂ€lschlicherweise den braunen Wegweisern Lago di TOVEL nach. Am Ortsausgang kehren wir um. Wir mĂŒssen nun aber rechts hinauf. Zwei Einheimische beladen gerade ein Auto. Ich erkundige mich nach dem Weg. Also. Die nĂ€chste Strasse rechts. Dann nach 300m wieder links. Dann beim ersten Haus rechts steht der Wegweiser zum RIFUGIO PELLER.

    Durch wunderschöne Apfelplantagen geht’s hinauf. Ein Apfel schöner wie der andere. Allerhand Sorten. Die Strasse wird in der Ortschaft nicht gerade ritzelschonende 18% steil. Hinauf nehmen wir saftige Äpfel die am Abend ĂŒberreif vom Baum zu Boden fielen dankbar als Wegzehrung mit. Oben am Parkplatz wartet unsere XTR Gruppe. Auch ihre Ritzel mĂŒssen auskĂŒhlen und dafĂŒr Luft holen. Danach geht’s etwas sanfter weiter. Jedoch schotteriger Kiesweg. Aber dann kommt der Hammer. Eine betonierte Strecke. Mit diagonalen Querrinnen fĂŒr das Regenwasser zur Mitte hin. Gut das ich keinen Neigungsmesser habe. Man tut sich beim Schieben schon schwer. Den wenigen Autos die uns ĂŒberholen hört man den gequĂ€lten kleinsten Gang schon an. Wenn wir zum Abschluss noch ein wenig Genuss haben wollen. Sollte man unten herum radeln. Sage ich zu DIDI.

    An einer Rechtskurve weiter oben. Bei 1000m Höhe. Stehen unsere Besten. Eine Stunde sind wir bis jetzt unterwegs. Nur noch gute zwei Stunden wĂ€ren es ab jetzt. Und was höre ich da? Bani fragt so in die Runde ob es nicht besser wĂ€re umzukehren! Man muss sich das mal vorstellen. Echt war. Wir sind nun den vierten Tag hintereinander unterwegs. Es verging kein Tag an dem keiner nicht einmal ein TeilstĂŒck nicht geschoben hat. Martin sagt nur von mir aus und verschwindet zum Telefonieren. DIDI sagt das ich ihm das vor wenigen Minuten auch erst vorgeschlagen habe.

    Bei der Rast genießen wir unsere Äpfel. Der eine ist saftig sauer. Der andere ist schön sĂŒĂŸ. Dank der Sortenvielfalt. Dann machen wir uns abfahrtsbereit. Auch hier merkt man die Steilheit. Ohne gute Bremsen wĂ€re das ganze tödlich!

    Beim Parkplatz oberhalb von TUENNO nehmen wir den schönen ebenen Weg Richtung CLES 658m. Wieder durch herrliche Apfelplantagen. Wir treffen einen Hut tragenden SpaziergĂ€nger. Ich frage ihn nach dem Weg. Wir verstehen nichts. Er hat eine Kehlkopfoperation hinter sich. Anstandshalber sage ich immer wieder ja und dann am Schluss danke. Aber seine Handbewegungen waren fĂŒr uns aufschlussreich. Immer dem Hang auf und ab entlang. Dann steil hinunter. Wir werden zwar ab und zu von den Beregnungsanlagen nass gespritzt aber mir gefĂ€llt dieser Ausklang. So richtig erholsam.

    Durch CLES 658m mĂŒssen wir noch durch die Stadt fahren. Dann sind wir auf unserer Strasse die wir mit dem Auto schon gefahren sind. Nur ein paar Kilometer. Bei der Ponte MOSTIZZOLO geht’s links vom Fluss TNOCE einen Feldweg entlang. Wir befinden uns nun auf dem Radweg Sole. Zuerst geht es ĂŒber eine aufgerissene und vor PfĂŒtzen strotzende Schotterstrecke. Meine neuen Klamotten werden voller Dreck gespritzt. Werner meint wenn das so weitergeht lassen sie uns in der nĂ€chsten Wirtschaft nicht mehr rein. Wir schauen jetzt schon nach OUTDOOR aus und der Weg wird besser.

    Wir haben auf einmal Zeit. Zum Genießen! Denn wir halten an. Schauen mehreren Schlauchbooten zu. Die sich da durch Wasserstrudel und WasserstĂŒrze einen passablen Weg suchen. Weiter geht’s. Nun mĂŒssen wir eine Abfahrt zum Mittagessen nach MALE 738m suchen. Also meine Karte noch mal raus. Aha, bei der ĂŒbernĂ€chsten BrĂŒcke geht’s in die Ortschaft. Die Italiener haben zwar kleinere Schwierigkeiten mit den Steigungsstrecken. Denn ihre Schilder steigen mehr als sie fallen mit 10%. Bald sind wir da. Wir entscheiden uns in die Ortschaft reinzufahren. Dort erwarten wir mehr Auswahl. Doch mĂŒssen wir hierzu die Schnellstraße mittels des Tunnels unterqueren. Dann hinauf nach MALE.

    Jutta fragt eine Frau. Nach einer Pizzeria. Also nach 100m rechts dann gerade dann wieder rechts. Kein Problem. Sollte man meinen. Ich fahre etwas weiter. Drehe mich um. Sehe den Wegweiser. Zur Pizzeria. Kein Problem also. Sollte man meinen. Nun sind wir eine MIXED XTR-LX Gruppe! Getrennt. Ich gehe in die Pizzeria. Der Kellner zeigt mir einen schönen Schopf fĂŒr die RĂ€der. Stellt im Garten schon zwei Tische zusammen mit sechs StĂŒhlen. Ja und dann? Fehlt die andere Gruppe! Bani und DIDI mĂŒssen die versprengten suchen. Sie finden sie. Gott sei Dank!

    Wir sitzen entspannt am Tisch. Wir haben es geschafft. Unsere Tour ist ja nun beendet. Lasst uns das Leben genießen. Wir sind ja schließlich in Italien. Jeder bestellt eine Pizza. SpezialgetrĂ€nke werden am meisten bestellt. Und Cola. Nachtisch ist sogar gefragt. Doch das ist ein schwieriges Thema. Ich bestelle die CARTOLINA. Eine Postkarte ist das! Lerne das es CARTA MENÜ heißt. Finde aber nichts darin. Die Bedienung nimmt mich hinein. Zur KĂŒhltheke. Ich finde auch da nichts. Geht auch ohne. Da bekommt Jutta einen verlockend aussehenden Nachtisch. Den will ich auch! Ich zeige der Bedienung meinen Wunsch. Und er schmeckt vorzĂŒglich. Das ist Italien. Das Land der Genießer!

    Die SpezialgetrĂ€nke meiner Mitradler sind noch nicht leer. FĂŒr einen Augenblick versinke ich in den Schlaf. Vor der RĂŒckfahrt. Also noch einen CAFÉ MACCIATO bestellen. Dann zahlen wir. Lustig machen wir uns auf den Weg. Man spĂŒrt förmlich wie die Anspannung der letzten Tage von allen gewichen ist. Hier. Locker radeln wir die letzten Kilometer bis DIMARO. An einem Brunnen wasche ich den Schmutz und Schweiß vom heutigen Tag von mir. Will mich fit machen dadurch. FĂŒr die Heimfahrt.

    Durch schmale Gassen fahren wir. Dann stehen wir vor unserem Hotel ROSATTI. Die Chefin steht auf der Straße. Sie lacht uns grĂŒĂŸend an. Da sind wir wieder. Martin und ich holen unsere Autos aus der Tiefgarage. Ziehen uns um. Noch ein Eis. Laden die RĂ€der aufs Dach. Verabschieden uns von der Chefin. Heim geht’s nun. Bei der RĂŒckfahrt fallen uns viele Wegweiser ins Auge. Da sind wir doch auch durchgekommen. Wir sind beeindruckt von unserer Leistung.

    Dann geht’s auf die Autobahn. Wir ziehen unser obligatorisches Mautbillet. ZĂŒgig mit 110 Km/h geht’s gen Norden. In STERZING Maut bezahlen. Dann auf den Brenner. Dor geht es auch gut. Vor der EuropabrĂŒcke die zweite Maut abdrĂŒcken. Dann die Autobahn bis zur Abfahrt Fernpass fahren. Noch mal etwas kurven.

    Dann in NASSEREITH rausfahren. Die gleiche Prozedur wie bei der Herfahrt. Etwas Essen dazu. Über den Fernpass Nachhause. Überschwemmte Wiesen im AllgĂ€u zeigen uns nicht ganz so gutes Wetter in den letzten Tagen hier an. Bald sind wir Zuhause. Zuerst steigt Werner aus. Dann DIDI. Das war es. Die Tour 2002.

    Ich möchte mich noch bei Martin bedanken. FĂŒr die Mitnahme des Fotoapparates und der damit geschossenen Bilder. FĂŒr die festgehaltenen Daten dieser Tour. Der Tourenvorschlag stammt aus dem Internet. Stark angeregt von Thomas. Seine Firma hatte ihn auf eine Weiterbildung geschickt. Noch dazu hatte der arme Thomas auch noch einen Wasserschaden Zuhause zu regeln. Das war zu viel! Deshalb fuhr er nicht mit. Ob er die Tour geschafft hĂ€tte? Wir wissen es nicht! Er wird sie mit seinem Bruder Markus fahren mĂŒssen. Damit wir es erfahren.

    Diese Tour hat wirklich so stattgefunden. Mit viel GlĂŒck haben wir es gemeistert. Sowohl bei der Quartiersuche besonders aber beim Wetter. Große Worte helfen hier nicht viel! Doch ich möchte wieder mal zur Vorsicht aufrufen! Jedes Teammitglied sollte sich mit so einer Tour auseinandersetzen. Auf der Landkarte und mit Literatur. Nicht nur dem Leitwolf nachfahren. Die passiven belĂ€cheln die aktiven in Ihrer Arbeit solange alles gut geht. Wenn es ernst wird kommt es auf jede einzelne FĂ€higkeit aller Teammitglieder an.

    Ich war nicht lange Zuhause. Da habe ich einen Tourenvorschlag gefunden. Etwas werde ich ihn noch ĂŒberarbeiten. Doch dann trainieren wir wieder. FĂŒr die nĂ€chste Tour. Ach ja, wir werden wieder in Italien sein. Das Land der Genussvollen! In den schönen Dolomiten. Um die drei Zinnen soll es uns dann fĂŒhren. Noch weniger Teer. Noch mehr Pfade. Das schieben sind wir heuer gewohnt. Wie sieht es mit dem Tragen aus?

    Euer Wilfried

    Tue deinem Körper etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat darin zu wohnen.

    Dieser Tourenbericht besteht aus meinen EindrĂŒcken und Erlebnisse wĂ€hrend der Tage so wie ich sie empfunden habe. Es kann sein dass ein anderer manches stĂ€rker, schwĂ€cher oder gar nicht empfindet. Meine Gedanken sind aber hierdurch unvergessen festgehalten.

    SCHLUSS

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