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2005 Dolomiten

Die Wettersturz Tour                                                                     Stand: 12.02.2011-16.05

Start / Ziel: Lajen im Grödnertal (ltalien -Südtirol)

Daten: 4 Tage / 181 Kilometer / 5980 Höhenmeter / Sattelzeit: 16 h 45 min

  • Sonstiges: Wie gesagt, Filetfleisch schmeckt hervorragend. Deswegen ist diese Tour vorwiegend auf Schotter, teilweise Pfade, einige Straßenpässe, steile Aufstiege, auch Singletrails und kurze Schiebepassagen!!!, Einkaufsmöglichkeiten eigentlich nur in den kurz befahrenen Talortschaften möglich. Der letzte Tag musste wegen Wettersturz abgekürzt werden! Wir treffen keine einzige geschlossene Gruppe auf dieser Tour. Immerhin: Zeitschriften kann man auch bei schlechtem Wetter lesen!
  • Landkarten: Wanderkarte und Mountainbike GRÖDEN/SEISERALM – Villnösstal – Odle – Puez – Langkofel – Sella 1:25000 n° 11 von Casa Editrice Lagiralpina – Via A. Zardini 12 – 33034 Fagagna (UD) – Tel. 0432 800870
  • 6 Teilnehmer (Bike): Bernhard (Red Bull), Jutta (Cube), Martin (Corratec), Thomas (Stevens), Werner (Cannondale), Wilfried (TREK). Jutta ist wieder im Team. Josef wegen akuter Meniskusprobleme ausgestiegen. Bernhard fährt mit neuem Bike dieses Jahr im Team.

    Zeit: Vom 14. September bis 17. September 2005

    Übernachtung: Mahlknechthütte, Rifugio Pralongia, Schlüterhütte

    Pässe: Panidersattel, Pso. Duron

    Mehrtägiger Rad-Touren-Bericht “Die Wettersturz Tour” hier downloaden

    weiter zum Online-Tourenbericht

    Bilder: siehe unten (wird noch vervollständigt)

    Stillst and

    Zusa mme nkunf t

    Wir start en

    Eben e Stras se

    Ruck säck e

    Scha ltung

    Justa ge

    Sece dabli ck

    Auffa hrt

    Pani ders attel

    Eisa cktal

    Vorsi cht

    Pufla tsch

    Teer weg

    Päus chen

    Ausb lick

    Gran dios

    Roßz ähne

    Scho tterw eg

    Hindr nis

    Bach läufe

    Schl ern

    Ziel

    Spie gelbil d

    Mahl knec hthütt e

    Rif. Diale r

    Duro npas s

    Abfa hrt

    Holp erritt

    Duro ntal

    Paus e

    Vern ellbli ck

    Fede ija Pass

    Pralo ngiah ütte

    Singl etrail

    Brem spro blem e

    Fund stück

    Trau mwe g

    Blick

    Schlü terhüt te

  • 1. Tag: Anreise - Lajen - Mahlknechthütte
    2. Tag: Mahlknechthütte - Rifugio Pralongia
    3. Tag: Rifugio Pralongia - Schlüterhütte
    4. Tag: Schlüterhütte - Lajen - Heimreise
  • Schlussworte

  • Anreisetag: 14. September 2005, Abfahrt 06:00 Uhr / Ankunft 12:15 Uhr
    Wieder ist ein Jahr vorbei. Die mehrtägige Mountainbiketour beginnt nach dem Frühstück. Zwei Kohlendioxid ausscheidende Fahrzeuge machen sich für den Mensch- und Materialtransport auf die Reise. In meinem Opel Zafira reisen Martin und Thomas mit an. Josef fiel kurzfristig wegen Knieschaden (Meniskus) aus! Schade, denn er ist auch ein Geniesser.

    Bani und Wiedereinsteigerin Jutta sind zusammen in Werners VW Bully unterwegs. Das Pickerl auf der Zafira-Windschutzscheibe nutzt wenig. Das Werner-Team kann noch in aller Ruhe Mittagessen während das Oberschwabentrio im Stau auf der Autobahn steht.

    Es rollt wieder auf der Autobahn. Noch eine halbe Stunde dann sind die beiden Anreiseteams zusammen. Während die Erst-Ankömmlinge ihr bestelltes Essen geniessen parken wir unser Fahrzeug auf dem nahe liegenden Parkplatz und richten unsere Mitbringsel.

    Erster MTB-Tourentag: Mittwoch 14. September 2005, 12:45 Uhr bis 19:00 Uhr
    Kennzahlen: 39 Km - 1645 Hm -  9,40  Km/h - AVS 4:04h  Fahrzeit -  71,2 Km/h Max

    Abfahrt 12:45 Uhr: Lajen Parkplatz 1102m
    Gemeinsam starten wir ca. zwei Stunden später wie geplant. Deshalb ist eine kurzfristige Routenänderung notwendig. Die Zeit werden wir über die Strassenroute zum Panidersattel wieder wettmachen.

    Auf feinen Teersträßchen mit wenig Verkehr fahren wir mit herrlichem Blick auf den Sellastock, Langkofel und Plattkofel zu. Das Wetter scheint für die nächsten Tage voll sonnig zu werden.

    Wir rollen durch St. Peter. Danach schellt das Handy von Bani. Werner hat den Anschluss verpasst. Er weiss nicht mehr weiter. Über Fernnavigation lotsen wir Werner herbei.

    Wir biegen dann zusammen links auf die breitere Strasse nach Pontives. Dort fahren wir noch mal links wieder auf eine stärker befahrene Strasse Richtung St. Ulrich.  Wir biegen rechts ab nach Runggaditsch.

    Beim Rückblick sehen wir die Seceda. Über den Cuca Sattel wollen wir am Samstag hinüber zur Regensburger Hütte fahren. Kurz darauf stellt Bani der Jutta die Schaltung ganz genau ein. Nun flutscht die Kette beim Wechsel der Gänge wieder folgsam in die Ritzel.

    Ankunft 14:15 Uhr: Panidersattel 1437m
    Am Passschild sind alle am lachen. Wir rollen abwärts an St. Michael vorbei. Diese Strecke sind wir schon mal entgegengesetzt getreten. Wunderschöne Ausblicke über Kastelruth bieten uns. Dann geht es die Strasse zur Seiser Alm hinauf. Noch mal Wasser an einem Gartenbrunnen fassen. Herrlicher Schlernblick. Unter der blauen Seiser Alm Bahn durch. Dann ist es Zeit für eine Pause. Aber: Rasen betreten verboten!

    Ankunft 16:00 Uhr: Gasthof Frommer 1725m
    Rotwein, Wasser und Schinkenbrot werden als Treibstoff gefasst. Ja nicht in den Rasen wegen der Hasen! Mein Schweißfangtuch wird vom Winde auf die darunter liegende Weide geweht. Der Gastwirt holt es und bringt es mir. Die Gastleute sind hier ja so freundlich und sehr bemüht um unser Wohl und ihren Rasen.

    Abfahrt 16:45 Uhr: Gasthof Frommer 1725m
    Kurz nach dem Gasthof Frommer geht es steil bergauf zur Bergstation Spitzbühel 1935m. Beim Rückblick sehen wir den Puflatsch. Dort oben herum war letztes Jahr unsere Abschlussrunde.

    Im weiteren Verlauf blicken wir auf die Rosszähne, dahinter liegt das Rifugio Tierser Alpl.  Bis zur Ecke vorne sind wir da letztes Jahr noch nach dem Abendessen hingelaufen. Über traumhafte Almwiesen geht es nun weiter. An der Peterlüger Schwaige und Sattler Schwaige rollen wir alle geniesserisch vorbei. Es geht zum Hotel Panorama. Tolle Ausblicke auf die Geisslergruppe sowie Lang- und Plattkofel. Noch mal ein kleines Genussstückchen bei diesen schönen Ausblicken bis auf das schmale Teersträßchen zum Mahlknechtjoch hinauf.

    Ankunft 19:00 Uhr: Mahlknechthütte 2054m
    Die Wirtin ist sehr freundlich. Alle haben wir hier Halbpension. Wir lassen in unseren Gesprächen den Tag noch mal Revue passieren. Mit der WebCam Aufnahme klappt es nicht so wie geplant. Das Zimmer auf der Pralongia Hütte wird telefonisch vorbestellt. Noch eine Runde Williams auf Juttas Geburtstag. Später dann gehen wir mit der letzten Flasche Roten hinüber in den Aufenthaltstraum. Es wird wieder mal lustig und lang in dieser Nacht.

    Zweiter Rad-Tourentag Donnerstag 15. September 2005, 08:00 Uhr bis 18:30 Uhr
    Kennzahlen: 70 Km - 2000 Hm -  11,8  Km/h - AVS 5:48h  Fahrzeit -  77,9 Km/h Max

    Abfahrt 08:00 Uhr: Mahlknechthütte 2054m
    Ein sonniger Morgen begrüsst uns. Das Frühstücksbüffet bietet alles. Wir zahlen unsere Zeche und dann beginnt unsere lange Tagesetappe. Schotterig geht es abwechslungsreich durch Zirbenwälder zum Duronpass hoch. Stellenweise muss da geschoben werden. Wir sind noch ganz alleine unterwegs. Dann rollen wir die ruppige Trasse hinaus nach Campitello. Ab dem Rifugio Micheluzzi häuft sich der Taxiverkehr. Die Bergtouristen werden mit den Landrovern heraufgekarrt.

    In Campitello verfahren wir uns ein wenig. Deshalb müssen wir wieder ein paar Kilometer zurückfahren. In Canazei biegt die Strasse zur Marmolada ab. Ein mit ca. 10% steigendes Passsträßlein das um diese Zeit nicht sehr stark befahren ist. Es lässt sich alles sehr gut treten.

    So auf halber Höhe machen wir eine Cappuccino Pause. Den Ausblick auf den grossen Vernell geniessen. Eine Rennradlerin stürmt elegant den Pass hinauf. Werner wollte mal wieder die Fährte aufnehmen. Diesmal ohne Tretlagerblick.

    Ankunft 12:00 Uhr: Fedeija-Pass 2057m
    Für jeden gibt es eine Pizza. Rotwein, Wasser Limo dazu. Salat gibt es hier nicht. Noch ein Café zum Abschluss. Wer es mag. Die Ausblicke auf den Marmolada Gletscher und den Padonkamm gibt es als Dessert dazu. Da oben verläuft der Bindelweg zum Pordoijoch hinüber, den haben wir auch noch nicht gefahren.

    Abfahrt 13.15 Uhr: Fedeija-Pass 2057m
    Das blau grüne Wasser im Stausee bewundern wir alle. Noch ein Passfoto. Ein schöner Blick auf die Civetta. Dann geht es mit ca. 16% bergab. Vorbei am Garni Roberta. Dort kamen wir schon mal in umgekehrter Richtung erst in der Dunkelheit an. Bei der Malga Ciapela biegen wir rechts ab. Durch eine beeindruckende Schlucht fahren wir nun. Schade dass hier gerade irgendwelche Leitungen verlegt werden. Die Schlucht ist nur für Fussgänger passierbar. Wir fahren durch das malerische Bergdörfchen. Alte italienische Häuser mit schönem Blumenschmuck. Weiter geht es auf der Staatsstrasse durch Rocca Pietore bis nach Pieve die Livinallongo.

    Ankunft 15:00 Uhr: Livinallongo Cesa Padon 1470m
    Wir machen eine Getränkepause mit Kuchen und bekommen ein paar Buchteln als Dreingabe. Ich telefoniere noch mal zur Pralongia Hütte hinauf und kündige unsere Ankunft an. Wir geniessen den Blick auf die südliche Civetta und den nördlichen Sellastock mit der höchsten Erhebung Boespitze.

    Abfahrt 16:30 Uhr: Livinallongo Cesa Padon 1470m
    Diese Pause hat gut getan. Gestärkt geht es nun an den Endspurt. Wir biegen etwas später nach Cherz ab. Erst ein schönes Teersträßchen. Dann wird daraus ein kleines Schotterweglein. Nicht ganz so zahlreich ausgeschildert wie oft gewünscht. Ja man muss hier schon wachsam unterwegs sein. Und eine topographische Landkarte dabeihaben. Beim Rifugio La Vizza erkundige ich mich deshalb sicherheitshalber noch mal bei den Gastleuten. Ja wir sind richtig.

    Wir kommen auf dem Rifugio Incisa an. Dort müssen wir gleich streng bergauf. Jutta stellt nach der kurzen Rast und der Weiterfahrt fest dass es ohne Rucksack leichter geht. Ich lache noch. Und habe auch den Rucksack im Gras liegen lassen. Wie gesagt, ohne Rucksack geht es leichter. Das sind aber eindeutig schon Konzentrationsstörungen wie se nach grossen Anstrengungen auftreten können. Es wird nun Zeit für eine ausreichend lange Erholungsphase.

    Die Abendsonne kleidet den Kreuzkofel und die Fanesspitze in ihr rötliches Gewand. Ein schöner Tagesausklang. Auch dieser Anblick ist für die folgende Erholung wertvoll.

    Ankunft 18:30 Uhr: Pralongiahütte 2109m
    Die Unterkünfte in Doppelzimmern sind erste Sahne. Ein frisch gezapftes Spezialgetränk aus Bayern. Schön lang und heiss duschen. Das Abendgewand anziehen. Und das sehr fein gekochte Essen geniessen. Das hat sich die starke Truppe heute richtig verdient. Alle Bergsteiger um uns herum verlassen den Raum. Wir sind wie so oft die letzten. Der sehr freundliche Ober sieht fern während wir die servierten Flaschen leeren. Irgendwann wird es aber auch für uns Zeit. Ab ins Bett. Manch einer braucht noch den Fernseher zum Einschlafen.

    Dritter Bike-Tourentag: Freitag 16. September 2005, 08:30 Uhr bis 17:30 Uhr
    Kennzahlen: 40 Km - 1825 Hm -  8,3 Km/h - AVS 4:45h Fahrzeit - 55 Km/h Max

    Abfahrt 08:30 Uhr: Pralongiahütte 2109m
    Ein schöner Morgen beginnt. Allerdings sehe ich auch etwas Dunst im Norden. Das Frühstück ist nicht mehr zu überbieten. Selbstgemachte Kuchen. Zopfbrot. Gutes ladinisches Brot. Wurst, Käse, gedörrte Pflaumen neben dem Joghurt. Alles was man sich so in einem Paradies vorstellt. Die angelegten Euros haben sich gelohnt.

    Super Trials geht es nun über Biok hinaus ins Hochabteital. Meine Bremsen sie bremsen einfach nicht. Sch…. . Immer wieder müssen meine Bremsen eingestellt werden. Bani und Werner sind aber sehr geduldig dabei. Ich habe es gut gemeint und kurz vor der Tour die abgenutzten Bremsbeläge durch neue Keramikbeläge ersetzt. Besser hätte ich die neuen Beläge, die nicht geeignet waren, nur mitgenommen. Noch eine nicht so steile Skiabfahrtsstrecke bis nach Stern la Villa hinunter.

    Wir haben heute ja eine leichte Etappe vor uns. Deshalb fahren wir noch mal eine kleine Variante. Erst den Radweg rechts vom Gaderbach entlang. Später dann über Anvi bis nach Pedratsches. Anfangs werden wir von einem jungen Schweizer Pärchen, ohne Rucksack fahrend begleitet. Wir biegen dann links ab. Nun kommt eine starke Bike Passage. Das macht so richtig Spass. Bis nach Pedratsches. Dort links abbiegen geteert hinauf bis Pescol. Rechts steil durch den Bauernhof hinauf. Eine ziemlich neue Betonrampe. Über den Chi Jus 1548m. Weiter dann hinab nach Longiaru.

    Ankunft 12:30 Uhr: Longiaru 1383m
    Es ist an der Zeit für eine Mittagspause. Viele Handwerker sind in dem Gasthof. Der Gastwirt sichert uns gutes Wetter und schnelle Erreichbarkeit der Schlüterhütte zu. So etwa zwei Stunden von hier, für so junge Leute wie wir es sind, sagt er. Bei exzellent zubereiteten Karbonaranudeln mit einem Spezialgetränk bzw. Mineralwasser geht es uns allen hier sehr gut.

    Abfahrt 14:00 Uhr: Longiaru 1383m
    Anfangs noch geteert. Dann nach den letzen Höfen beginnt der zermürbende Schotter. Wir fahren nach der Pause aber fast eine halbe Stunde bis zu einem Parkplatz. Ab hier ist es verboten mit dem Kraftfahrzeug zu fahren. Dehnübungen und Rast am Lenker sollen die Anstrengungen erleichtern.

    Ankunft 16:00 Uhr: Malga Vaciara 2100m
    Etwas Ruhe im Gras finden. Ein Riegel zwischen die Kaubacken geschmissen. Das mitgeführte Wasser mit oder ohne Nahrungsergänzungstabletten dazu. Die Wolkenschar wird immer dichter und auch etwas bedrohlicher. Da braut sich ordentlich was zusammen! Hinter dem vor uns liegenden Peitlerkofel liegt die Würzjochstrasse mit dem Würzjochhaus.

    Abfahrt 16:30 Uhr: Malga Vaciara 2100m
    Vorbeikommende Wanderer prophezeien uns jetzt noch ca. zwei Stunden Weg vor uns liegend bis zur Schlüterhütte. Wie war das noch mal unten im Gasthof? Es geht aber dann ziemlich eben und gut fahrbar noch ein langes Stück. Erst nach der letzten Alm geht es schiebend den Bergpfad weiter. Die Gruppe teilt sich auf.

    Kurz vor der Schlüterhütte machen wir noch ein Bildchen. Dann geht es den zahlreichen Wegweisern entlang zur Hütte. Die erste Gruppe ist angelangt. Der Nebel wird immer dichter.

    Bani gibt Jutta mit dem Handy noch mal den passenden Wegeverlauf durch. Auch die zweite Gruppe hat sich getrennt. Jutta ist nun in der Mitte. Sie wartet auf die Ingerkinger Gruppe. Den Pfahl mit den vielen Wegweisern sehen alle nicht. Alle kommen aber im dichten Nebel gut zur Schlüterhütte. Es beginnt zu Regnen.

    Ankunft 17:30 Uhr: Schlüterhütte 2304m
    Spezialgetränke und gutes Essen hier auf der Schlüterhütte lassen unsere Anstrengungen schnell in Vergessenheit geraten. Die Hütte ist ziemlich voll. Nach dem alle gegessen haben gesellt sich noch ein Lauberharter Geschwisterpaar und ihr Mitfahrer aus Hannover zu uns an den Tisch. Die sind jetzt eine Woche unterwegs und hatten nur die letzten drei Tage davon Sonnenschein. Es wird noch lustig zusammen. Die Übernachtung auf der Regensburger Hütte wollen wir erst morgen früh klar machen. So manch einer gönnt sich noch einen Buchweizenkuchen oder einen Cappuccino mit Herz.

    Wieder mal als letzte begeben wir uns in unser Lager. Eine Mütze voll Schlaf nehmen. Draussen regnet es.

    Vierter Fahrrad-Tourentag: Samstag 17. September 2005, 08:00 Uhr bis 11:30 Uhr
    Kennzahlen: 32 Km - 510 Hm - 14,7 Km/h - AVS 2:08h Fahrzeit - 78,6 Km/h Max
    Der Regen draussen ist fein. Die Temperatur so kurz vor dem Nullpunkt. Da schwindet auch unsere Energie. Erst letztes Jahr sind wir bei Nebel über die Brogles Hütte zur Zanser Alm gefahren. Diesen Weg müssten wir heute zurück.

    Abfahrt 09:00 Uhr: Schlüterhütte 2304m
    Wir verkürzen unsere Tour auf Grund der Wetterlage um einen Tag. Diese steile Serpentinenrampe mit den Felsbrocken holpern wir mehr statt rollen hinunter. Der Hüttenwirt hat uns noch den richtigen Abzweig über ein Bad nach Lajen gezeigt. Wir fahren natürlich daran vorbei. Müssen deshalb wieder etwas zurück. Dann geht es den dampfenden Wald in Serpentinen hoch. Hier fühlen sich die Feuersalamander so richtig wohl.

    Ab dem Bad geht es wieder geteert weiter. Ziemlich Eben. Der Regen hat nachgelassen. So geht es bis zum Parkplatz.

    Ankunft 11:30 Uhr: Lajen Parkplatz 1102m
    Wir ziehen uns dort um, montieren die Bikes und laufen zu der Gastwirtschaft wo die erste Gruppe schon mal Mittag gegessen hat. Die Erlebnisse werden dabei nochmals aufgefrischt.

    Abfahrt 14:00 Uhr: Lajen Parkplatz 1102m
    In flotter Autofahrt geht es nun heimwärts. Die österreichischen Berge sind bis auf die halbe Höhe weiss eingezuckert. Eine Nordströmung brachte feuchte und kalte Luft herbei. So etwa auf halben Weg bei Nassereith noch steuergünstigen Sprit in den Tank, eine Tasse Kaffee dann der Endspurt bis nach Hause.

    Ankunft 18:00 Uhr: Zuhause 545m

    Die Erde hat uns wieder. Ausgebremst!

    Schlussworte:
    In der Nacht von Samstag auf Sonntag schneit es in den Dolomiten bis auf 1500m hinunter. So ca. 15cm hoch liegt der Schnee. Das wäre sehr ungemütlich geworden.

    Kennzahlen:
    1. Tag: 39 Km - 1645 Hm -  9,4 Km/h - AVS 4:04h Fahrzeit - 71,2 Km/h Max
    2. Tag: 70 Km - 2000 Hm -  11,8  Km/h - AVS 5:48h  Fahrzeit -  77,9 Km/h Max
    3. Tag: 40 Km - 1825 Hm -  8,3 Km/h - AVS 4:45h Fahrzeit - 55,0 Km/h Max
    4. Tag: 32 Km - 510 Hm - 14,7 Km/h - AVS 2:08h Fahrzeit - 78,6 Km/h Max
    Gesamt:
    181 Km – 5980 Hm – 16:45 h Sattelzeit

    Vorschau und Ausblick für das Jahr 2006:

    z. B.: Mit der DB nach Lindau – Rheintal – Via Mala – Splügenpass – Comosee – Malojapass - nach Hause usw.

    oder Gardasee - Die Umrundung!

    Empfohlenes Kartenmaterial und Literatur:

    Wanderkarte und Mountainbike GRÖDEN/SEISERALM – Villnösstal – Odle – Puez – Langkofel – Sella 1:25000 n° 11 von Casa Editrice Lagiralpina – Via A. Zardini 12 – 33034 Fagagna (UD) – Tel. 0432 800870

    Gefahrenhinweis: Diese Tour findet teilweise im hochalpinen Gelände statt! Wer diese Tour durchführen will muss sich aktuelle topographische Landkarten beschaffen und die Tour noch einmal intensiv durcharbeiten. Die jeweiligen Fremdenverkehrsämter sind sicher behilflich bei näher gehenden Auskünften. Die Schliessung der Pässe muss vor der Tour geprüft werden. Öffnungs- und Belegungszeiten der Berghütten mit telefonischer Erreichbarkeit sind vor der Tour zu prüfen! Ausweichquartiere und notwendige Abkürzungen, sogar Umwege müssen zeit- und kräftemässig eingeplant werden!