www.schenie.de

ZUR AKTUALITÄT

www.schenie.de
2012 Comer See
2011 Lago di Como
2010 Comer See
2009 Brenta
2008 Grenzkamm
2007 Cortina
2006 Gardasee
2005 Dolomiten
2004 Seiser Alm
2003 Drei Zinnen
2002 Brenta
2001 Appenzell
2000 Sella
1999 Fanes
1998 Gaviapass
1997 Stilfserjoch
Mallorca 2007
Mallorca 2006

E-Mail an Wilfried Eichfelder webmaster@schenie. de

Für die Inhalte der gelinkten Seiten bin ich nicht verantwortlich!

Copyright by Wilfried Eichfelder www.schenie.de Alle Rechte vorbehalten.

2010 Comer See

Unsere erste Pizzoccherie-Tour                                                             Stand: 12.02.2011-16.05

Start / Ziel: Campingplatz bei Sorico                                                                        

Daten: 5 Tage / 255 Kilometer / 6465 Höhenmeter / Sattelzeit 22  h

Sonstiges:

Landkarten: KOMPASS Digital-Map Lugano/Comer See 3D, f. GARMIN GPS

Teilnehmer (Bike): Bernhard (Red Bull), Claudi (Canyon), Josef (Ghost) fiel aus wegen gebrochenem Schlüsselbein, Martin (Sabotage), Werner (Canyon), Wilfried (TREK), Thomas (Cube).

Zeit: von 21. August 2010 bis 25. August 2010

Übernachtung: Gasthöfe und Hotels

Pässe: siehe Tourenbericht

Bilder: hier

Downloadbereich: Der Tourenbericht “Comer See / Lago di Como 2010”

zum Online Tourenbericht: hier

Grobplanung: http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.44414.html

 

schenie.de

rock shox

Comersee

shimano

CUBE

MAGURA

TREK

Vaude

Comersee

Deuter

schenie.de

Track

STEVENS

Trail

schenie.de

CANYON

Flow

RED BULL

Singletrails

schenie.de

MTB

Comersee

Lario

Hardtail

schenie.de

Mountain-Bike

GHOST

Comersee

MTB

schenie.de

Fully

W. Eichfelder

Hardtail

Comersee

schenie.de

Rucksacktour

CUBE

Fully

MTB

schenie.de

FOX

Comersee

Mountainbike

Comersee

schenie.de

MTB

Rucksacktour

STEVENS

Fully

schenie.de

Hardtail

Comersee

MTB

Lario

schenie.de

Comersee

SHIMANO

Lario

Comersee

schenie.de

Mountainbike

Lago di Como

MTB

ROHLOFF

Lario

schenie.de

MTB

Comersee

Lario

CANNONDAL E

Mountainbike

schenie.de

Comersee

MTB

Rock Shox

Lago di Como

Lario

schenie.de

Comersee

Lario

Shimano

Mountainbike

Lario

Comersee

schenie.de

Lario

Lago di Como

MTB

Lario

schenie.de

Comersee

W. Eichfelder

Lario

Lago di Como

Schöffel

Lario

schenie.de

Comersee

Lago di Como

Lario

Gore Tex

Lago di Como

Lario

schenie.de

Comersee

Lago di Como

ODLO

Lario

Lago di Como

Lario

schenie.de

Comersee

Lario

Löffler

Lario

Comersee

Lago di Como

Lario

Gonso

Lario

Comersee

schenie.de

Garmin

Comersee

Lario

Kompass

Lago di Como

Lario

W. Eichfelder

schenie.de

Samstag, den 21.08.2010
Anreise (Ingerkingen – Dettingen bzw. MM-Berg – Aitrach – Comer See) und
1. Tagesetappe [28,5km – 925hm – 8% Steigung (max. 18%) – AVS 10,4km/h – 2:43h – max. 52km/h]

Die Anfahrt (tragitto) mit Zafira und Bully erfolgt über die Schweiz (svizzera) problemlos (senza problemi). In Cimaganda bei einem kleinen Café sehen wir die früher gestartete Bully-Gruppe um Werner beim Capu-Schlürfen. Der Blinker (lampeggiatore) wird deshalb rechts (destra) gesetzt und bald sitzen wir zusammen am runden Tisch und schlecken uns alle miteinander den Capu-Schaum von den Oberlippen (lappri). Besser hätte das nicht klappen können. Wir sind in Italien, fühlen uns wohl und freuen uns auf die kommenden Tage (giorni) am Comer See (lago di como).

Zusammen (insieme) fahren (andare) wir weiter über Chiavenna und am Lago di Mezzola vorbei. Wir überqueren (attraversare) den Fluss (fiume) Mera und bald darauf sehe ich schon das erste Campingplatz-Schild. Die Blinker werden nun links (sinistra) gesetzt und bei der Einfahrt (entrata) sehe ich dass es hier auch Zimmer (cameri) gibt. Der Parkplatz (parcheggio) je Kfz macht 40 € für die fünf Tage. Zimmer gibt es leider nicht mehr aber ein Campingwagen kostet 40 € für fünf Personen. Den nehmen wir, Werner mit Claudi vergnügen sich (divertirsi) nächtens (di notte) in Ihrem Bussle und wir vier restlichen schlafen (dormire) brav im Dauercamper.

Es ist nun Mittagszeit (mezzogiorno) und wir alle haben Hunger (fame) (Mittagessen – pranzo) und Durst (sete). Wir fahren mit den abgeladenen (scaricare) Rädern und reduziertem (ridurre) Gepäck (bagaglio) rein nach Gera Lario. Links von der Kirche (chiesa) mit dem schönen Glockengeläut (camapanile) nehmen wir bei einer Pizzeria Platz (posto). Das Bedienungspersonal (camerieri) ist schnell (rapido). Der Rotwein (vino rosso) ist zu kalt. Die Pizzen und Nudelgerichte (pasta) sind sehr gut (molto buono) und deshalb fühlen wir uns gut drauf (benissimo bene). Wir zahlen (pagare) und machen uns auf den Weg am See entlang bis Domaso. Nun geht es stetig (costantie) bergauf (in salita) über die Almen (montani) und über Gera Lario wieder zurück.

Ein breiter einladender Feldweg (strada foresta) zieht Werners Gruppe immer weiter weg von dem dünnen blauen Track auf dem GPS-Display. Ich fahre mit Martin brav hinterher und suche unterhalb schon den Wanderpfad (sentiero). Oben bei den parkenden Autos (macchine) machen wir ein schönes Bild damit nicht alles umsonst war und kehren dann um. Wieder zurück bis zu den wenigen Häusern, ich suche lechzend nach einem Wasserhahn mit Schlauch (rubinetto, pompa). Aber meine Trinkflasche (bibberon) bleibt leer (vuoto) und bald müssen wir links auf den grasigen Singletrail.

Thomas haut es bei diesem Singletrail kurz vor der Waldpassage auf die Fresse (caduta) und er hat Glück (fortuna) das er nicht den steilen Hang hinab rutscht (scivolare)! Ja man muss aufpassen (attenzione!) in den nächsten Tagen. Wir warten derweil nach der Walddurchfahrt.

Dann müssen wir nochmal den Weg des Wassers nehmen und laufen. Es kommt auch noch eine schwierige (diificile) Fahrt durch ein einsames (solitario) Dörfchen (villaggio). Mit den gekürzten Tracks auf dem GPS erweist sich das als schwierig aber doch hilfreich (caritatevolo). Danach stoßen (trovare) wir wieder auf eine asphaltierte Strecke verzichten (rinuncare) aber aufgrund der hohen Geschwindigkeit (velocita) bergab auf die schöneren Eselpfade wie im Track. Ich suche noch eine schöne Bar mit Seeblick aber die gefragten Helfer verweisen uns nur auf den Wasserhahn an der Strasse. Bald darauf gelangen wir aber auf die Uferstraße bei Gera Lario und biegen dort nach links Richtung Campground ab.

Auf dem Campingplatz gibt es erfrischende Getränke (rinfresso). Wir pflegen unsere Körper (cura del corpo) und machen uns bereit zum Abendessen (la cena). Am See entlang laufen wir zu Fuß (a piedi) an unserer Pizzeria vorbei bis zur Pizzeria Splügia. Die Bedienungen müssen hier immer über die gut befahrene Straße laufen. Wie das wohl bei Regen (pioggia) geht? Es gibt Salate (insalata misti) vom Büfett. So mancher ladet sich mächtig gekochte Eier auf den Teller (piatto), wohin nur mit dieser Kraft (forza) in den nächsten Tagen? Es geht wieder spät zurück und Claudi kann den Chef noch für das Absackerle überreden. Die Nacht ist lau und dauert noch ein bisschen. Hier gibt’s die gps-Daten: http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.63560.html


Sonntag, den 22.08.2010
2. Tagesetappe [67km – 1960hm – 6% Steigung (max. 24%) – AVS 10,4km/h – 6:21h – max. 47km/h]

Zum Frühstück (colazione) liegen zwei Stotzen Käse (la formaggio) aus der Region (regionale) und auf Holzbretteln einige Scheiben Bauchspeck und Salami. Zum Trinken gibt es Café und Tee. Macht für jeden fünf €, da kann man nicht meckern!  Noch geschwind aufs Töpfchen (gabinetto) und los geht unser 2. Tag. Wieder zunächst am See (lago) entlang und später auf der Asphaltstraße die mäßig befahren ist über Gera Lario bis nach Domaso. Dort zeige ich meinen Mitradlern (lámichi) erst mal die gut gefüllten Campgrounds. Weiter nach Gravedona und dann geht es stetig asphaltiert nach oben.

Wir unterhalten uns kurz mit einem Pilze (funghi) suchenden Einheimischen der uns empfiehlt in einer Bar den heißen Tag zu genießen statt anstrengend die Berge (la montagna) hochzufahren.

Wir kommen in das Dörfchen Brenzio. Die Gruppe (gruppo) um Werner fährt gerade nach oben, dort werden wir zwar herunterrollen aber wir müssen nach links. Diesen Weg schlägt die andere Hälfte der Gruppe um mich ein. Wir rollen auf einem Balkon und blicken immer wieder schön hinab zum See. An einer besonders schönen Stelle (bellavista) warten wir, ob die 1. Gruppe es auch bemerkt. Denn sie befindet sich auf dem Abwärtskurs. Sie haben dies auch bemerkt und sind bald bei uns und genießen zusammen mit uns die schöne Aussicht auf den See.

Danach steigt es wieder stetig asphaltiert. Martin benötigt bei einer Kirche eine seiner Liegepausen und hofft dabei auf göttliche Eingebung. Bald geht es nach dieser Pause weiter. Thomas stören die Schaltgeräusche in meinem Antrieb. Wir tauschen die Bikes und nach einigen Kehren habe ich mir den Kundendienst gespart, die Schaltung schnurrt nun flüsterleise. Mein Dank geht hiermit an Thomas unseren Schaltungspapst!

Wir speisen in der guten Gaststätte (Ostaria) hausgemachte Nudeln mit Wildschweinsauce. Die Bedienung trägt eine modische Sackhose. Heute ist nicht mein Tag. Die abklingende Erkältung erlaubt es mir noch nicht kräftig Luft zu holen. Bei der Mittagspause entscheide ich mich für die Umkehr und Weiterfahrt nach Plésio. Martin will mich begleiten. Nach dem Essen trennt sich deshalb die Gruppe. Die Spitzenreiter fahren auf einen Capu zum Monte Grum hinauf, werden dort zwei Radler mit einer sehr guten Wanderkarte aus dem Leutkircher Raum treffen, danach wird es heavy aber alle sind zufrieden mit dem Kurs.

Ich fahre mit Martin auch nicht den geplanten Track abwärts nach Dongo aber eine asphaltierte schöne Strecke die es im Garmin Land Navigator Italien „noch“ nicht gibt. Diesen Effekt bestätigt Werner während unsere Tour auch mehrmals auf unserer Route.

Zweimal müssen wir außen gefahrlos mit schönen Seeblicken an den Tunnels vorbeifahren. In Rezzonico trinken wir noch einen Capu und schlecken das Magnumeis. Den Blick über den See genießen wir.  Die Wegesuche für den Aufstieg erweist sich trotz Navi als schwierig. Es sind mehrere Anläufe von Nöten. Es ist heiß und ich benötige mehrere Verschnaufpausen bis wir wieder an eine Schlüsselstelle kommen. Die Strasse endet hier und viele Autos parken hier oben, aber das Navi führt uns korrekt auf den nun folgenden Wanderweg bis zum Hotel.

Es geht zu Fuß auf und ab, nur kurze Abschnitte sind wegen der vielen verblockenden Felsbrocken (sassi) rollbar. Die werden mich verdammen sage ich mehrmals zum Martin. Aber ich habe ihnen ja die Wanderkarte (carta topographico) mitgegeben. Diese wird hilfreich sein und sie bestärken das sie richtig sind. Wir treffen noch ein wanderndes Pärchen die wundern sich das ich das Rad (bici) schiebe und nicht radle. Ich frage nach der Zeit bis zum Hotel. Doch mein Italienisch ist nur bruchstückhaft. Wenn man fahren könnte 15 Minuten sagen sie glaube ich. Es wird absolut steil und sicher nicht fahrbar. Ganz oben angelangt hört man einzelne Stimmen und man sollte es nicht glauben wir erreichen Plésio. Dort fahre ich erst rechts aufwärts und wir müssen uns noch zum Hotel durchfragen.

Bei unserem Hotelier Enzo gab es diese Woche Probleme (la problema) mit dem Internet. Er hat sein Hotel (l´hotel) voll und musste dadurch für uns eine Ferienwohnung (residence) anmieten. Die Wohnung ist groß und gut ausgestattet. Wir warten bis kurz vor acht auf die zweite Gruppe. Dann kommen Sie endlich und dürfen die Bikes auch zu unseren in die Garage (garage) stellen. Werner zeigt mir den Stinkefinger, am Abend bei den Erzählungen wird sich das Geheimnis lüften ob es an dem Track oder der Plackerei hinauf nach Plésio lag.

Die Mannschaft schlägt wieder voll zu – Vorspeisenteller (antipasti) – Mozzarella mit Tomaten – und Felchen aus dem Comer See (secondo) bzw. Mezza Pensione mit feinem Nachtisch (dessert) für den Rest oder nur Spaghetti Ragú für Thomas. Das kennen wir doch schon zu genüge. Unser Hotelier eröffnet uns dass wir in Menaggio kein Hotel bekommen werden. Deshalb bleiben wir auch morgen bei ihm und ändern den ursprünglichen Kurs ab.

Danach gehen wir noch in die laue Nacht (notte) hinaus. Wir sind wieder die letzten heute Abend. In der Ferienwohnung haben wir dann auch noch Spaß, das wird die unter uns wohnenden nicht freuen. Dafür stehen die aber auch schon sehr bald auf und rauchen unter unserem Balkon mit dem offenen Fenster. Zu den gps-Daten geht es hier: http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.63500.html

Montag, den 23.08.2010
3. Tagesetappe [67km – 1260hm – 6% Steigung (max. 18%) – AVS 14km/h – 4:47h –max. 56km/h]

Das Frühstück ist reichhaltig. Nach dem MoPraSchi holen wir die Bikes aus der Garage. Die Bremsen werden gecheckt. Wir müssen zunächst abwärts. Ich verfahre mich einige Male auf dem gestern Abend schnell gesuchten neuen Kurs.  Am Mühlenweg (strada de moulina) bekommen wir von einer schweizerischen Joggerin den richtigen Abzweig genannt. Nun müssen aber noch die hinteren Bremsbeläge von Werner einer Prüfung unterzogen werden. Also diese Scheibenbremsen verlangen schon etwas Aufmerksamkeit!

Es ist ein schöner Weg am Fluss entlang. Später müssen wir wieder leicht aufwärts und rollen dann asphaltiert nach Porlezza rein. Dort wünscht sich Thomas eine Zeit für sich ganz alleine. Wir rätseln zunächst alle auf der Parkbank am Luganer See sitzend ob Thomas hier seine erste Liebe fand? Aber nein! Thomas fährt kurz zu seinem alten Campingplatz und wird dann bei einem Alimentari Provianteinkäufe vornehmen und eine Weile davon leben.

Wir trinken später am Seeufer nach einer kurzen Verfahrerei einen Capu und flirten mit dem Personal. Ich stelle mir schon in Gedanken vor wie die hübschen Bedienungen das Geschirr abräumen und Werner denkt ich schlafe und fotografiert mich dabei. Wir müssen weiter, in Gedanken sehe ich die beiden schön in der Hüfte wackelnden Bedienungen laufen und vergesse deshalb meinen Rucksack, da habe ich wieder die Lacher auf meiner Seite. Thomas stößt wieder zu uns und zusammen geht es um den See und danach stetig steigend hinauf obwohl doch einige gerne unten am See eine Pizzeria aufsuchen wollten.

Claudi findet eine Pizzeria. Klirr, die Gläser fliegen der Bedienung kurz vor dem Bedienen vom Tablett! Martin bekommt seine ersten Pizzocherie. Der Rest nimmt eine Pizza oder nur Spezialgetränke zu sich. Später bei einer Pause füllt Thomas mit dem Schinkenbrot auch seine Glykogenspeicher. Oben in der Comune di Laino angelangt füllen wir wieder unsere Wasserflaschen.

Dann stürzen wir hinab nach  Argegno. Dort unten auf der Uferstraße angelangt zünde ich meinen Turbo und gehe an die Spitze. Von links kommen auf einmal die Leutkircher herab, konnte man nicht fahren den Track, berichten sie uns. Bani ruft nach einer Pause am Ufer. Thomas wird wieder einen Teil seines Proviants vertilgen. Mir bleibt nur der Anblick der ausgeglühten Scheibenbremsscheibe übrig!

Später fahren wir zum Fährhafen und orientieren uns bei einem erfrischenden Getränk. Danach geht es wieder hoch zu Enzo. Martin verdrückt den gesamten Bestand der Säfte (sugo di mele). Die sind ja so gut. Der Mond (luna) scheint herab und Thomas nutzt das zum Relaxen. Hier kann man die gps-Daten downloaden: http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.63581.html

Dienstag, den 24.08.2010
4. Tagesetappe [45km – 1350hm – 6% Steigung (max. 14%) – AVS 11,6km/h – 4:00h– max. 57km/h]

Nach dem Frühstück mit Ei (uovo) zahlen wir unsere Zeche. Enzo hätte uns heute auch noch gerne als Gäste gehabt. Aber es geht endgültig hinab zum Fährhafen. Es hat morgens geregnet. Die Wälder sind neblig. Die Stimmung ist nicht schlecht könne aber besser sein. Wir zahlen unsere Fahrscheine (biletti) und sind alsbald auf der Fähre.

Bald sind wir am anderen Ufer und gehen in Vanessa von Bord. Nun geht es ständig bei herrlichem Seeblick nach oben. Bei einer Pause nehmen wir einen Granatapfel (Mela di granato) mit, den ich bei der Mittagspause (pranzo) von den Einheimischen bestimmen lasse. Wasser (acqua) gibt es reichlich hier an Brunnen zu zapfen. In der Ortschaft Esino Lario suchen wir uns eine zentrale Gaststätte und finden diese mit dem Ristorante Centrale. Wir sitzen draußen bei den Kindern und dem Stammtisch.

Zu essen gibt es zwei große Schüsseln mit Pizzocherie und mit Spaghetti Aglio e Oglio die wir unter uns aufteilen. Diesmal können wir deshalb alle gut geteilt durch sechs machen! Wir müssen danach noch etwas nach oben, später ziemlich eben und dann wieder abwärts fahren. Teilweise haben wir schöne Seeblicke. Die Gegend ist menschenleer. Dann treffen wir an einem Aussichtspunkt ein italienisches Pärchen. Ich versuche Ihnen mit meinen bruchstückartigen Kenntnissen die fünf Tourentage zu erklären. Der Rest amüsiert sich dabei und das Hündchen leckt meinen schweißigen Arm ab.

Unten hole ich noch etwas Energie aus der Gruppe in dem ich eine Botiglia Vino Rosso mit Wasser auf den Tisch einer Bar stelle, hier kann man auch Lotto spielen und zahnlos sein Eis schlecken. Danach geht es wieder stetig nach oben. Doch halt auf einmal benötigt Werner einen seiner Pumpernickel aus dem Rucksack. Er hat nicht genügend verspeist, seine Vorratsspeicher sind leer! Wir müssen aber noch fast eine Stunde steigend hinauf treten.

Kurz darauf fahren wir an einem Albergo vorbei. Ich rage mal nach. Das Personal ist gerade am putzen. Der Preis wäre in Ordnung. Der Chef zeigt mir in verschiedenen Häusern die Zimmer mit den Sitzbadewannen. Er trägt eine karierte Hose so wie sie Köche tragen und daraus schließe ich dass es uns heute Abend kulinarisch gut gehen wird. Das mit dem Duschen kriegen wir auch hin.

Wir erfrischen uns nach der Körperpflege mit den Getränken und schauen der Gast-Familie bei der Pferdepflege zu. Das Essen ist eigentlich das feinste was wir je bekommen haben. Nur Thomas hat sich wieder bei der Mazzaleria (Metzgerei) und im Alemantari (Lebensmittelladen) seine Provianttaschen gefüllt. Nun muss er uns eben glauben was es alles zum Essen (mancare) gab. Hier kann man die gps-Daten herunterladen: http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.63306.html

Mittwoch, den 25.08.2010
5. Tagesetappe [47km – 970hm – 6% Steigung (max. 14%) – AVS 11,5km/h – 3:57h – max. 55km/h]

Wir sitzen in der Loggia und warten auf unsere Rechnung die Martin wieder geübt zerlegt. Wir machen noch ein gemeinsames Startbild, dann geht es erst eine Stunde nach oben. In der Ortschaft Pagnona machen wir eine Capupause bei einem Alimentari, da kann ich auch meine Colabestände auffüllen. Weiter geht es nur sanft steigende. Eine alte Dame kommt dabei einem Wanderweg auf die Straße gelaufen sie lacht uns freundlich an. Sie hat sich das Holz für ihren Ofen im Wald besorgt. Die Menschen hier hinterlassen bei uns einen einfachen und glücklichen Eindruck.

Im Ristorante Capriolo das noch nicht in meiner Landkarte verzeichnet ist gibt es noch nichts zu essen deshalb fahren wir weiter über Sommafiume. Werner dieser Egoist nimmt dann für sein Fully wieder den schnelleren Weg des Wassers statt auch an uns Hardtailer zu denken, deshalb müssen wir wieder laufen und kommen als letzte an. 80% waren fahrbar sagt es, wir sind eigentlich alles gelaufen. Noch durch ein einsames Dörfchen dort riecht es gut nach gebratenen Spiegeleiern.

Unten am See suchen wir uns eine schöne Pizzeria. Es gibt auch Muscheln (cozze) für Claudi und Werner. Dann prophezeie ich noch zwei kleine Anstiege werde aber wegen der Seehöhe ausgelacht. Wir müssen aber doch noch durch die Dörfchen und Festungen (fortezzi) hindurch fahren. Zuletzt fahren wir noch auf dem Damm der Adda du gelangen kurz darauf am Campingplatz an. Im Büro (ufficio) überreiche ich 120 € und der Chef ist zufrieden, gerne hätte er uns noch eine Nacht hier gehabt.

Der fünfte Tag der Tour im gps-Format hier: http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.63308.html

Die Heimreise für die Zafiragruppe erfolgt wie die Herfahrt mit einer Einkehr im Heidiland mit Apfelmost. Die Bullygruppe fährt über Maloyapass und Engadin zurück.

Ich habe viele positives von diesen Tagen am Comer See gehört. Eine zweite Tour mit neuen Abschnitten wäre auch durchführbar. Schauen wir mal was der Winter für Ideen bringt.

Liebe Radlergrüße euer
Wilfried

Die gesamte Tour hier: http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.64342.html


***

Für 2011 ist folgende Tour geplant: http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.72799.html

***
Einige Trainingstouren (gut für die Kondition, nicht nur MTB) für die Vorbereitung:
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.47728.html
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.48265.html
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.43330.html
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.43073.html
 

Vorbereitungstouren:

Das Training für die nächste Tour beginnt bereits nach der letzten Tour nach dem Motto von LA = Lance Armstrong “Nach der Tour ist vor der Tour!”

Neuburg a. d. Kamel: http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.46549.html

Bodensee: http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.45546.html

Oberschwaben: http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.44983.html

Schwäbische Alb: http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.48265.html

Grabener Höhe: http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.47728.html

Gschnaidt: http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.46030.html